In der Vergangenen Woche haben die frischen Kurzzeitler ihre Feuertaufe bekommen. Es war ihre erste richtige (theoretisch zweite) Woche auf der Arbeit.
Einer, der diese Woche allerdings nicht miterleben durfte war David, der arme lag die ganze Zeit mit Fieber und null Energie im Bett.
Darüber hinaus war es eine Woche voller Geburtstage...
Beginnen würde ich gerne mit dem letzten Sonntag. Auch, wenn man tendenziell eher den Montag als Wochenstart bezeichnet.
An diesem Sonntag hat nämlich die TDG-ChiangMai (Thai-Deutsche Gemeinde) ihr 10. Jubiläum gefeiert.
Seit 10 Jahren treffen sich Deutsche in ChiangMai, um Gottesdienst zu feiern. Zuerst in einer offenen Säulenhalle, in der 2h vor dem Gottesdienst erstmal sauber gemacht und aufgebaut werden musste.
Dann im einem Meetingraum eines Hotels, wo man sich nicht wirklich wohlgefühlt hat.
Und jetzt in dem Gemeindehaus der City-Gate Church in ChiangMai.
Hier fühlt man sich sehr wohl. Es ist zwar nicht das Gemeindehaus der TDG und für jede noch so kleine Veranstaltung müssen die entsprechenden Räume reserviert werden (weswegen Jungschar, Teenkreise und CO immer noch in Haushalten stattfinden) aber man versteht sich mit den Thailändischen Vermietern sehr gut. Was nicht zuletzt der Grund dafür ist, dass wir sogar die Instrumente der CGC mitverwenden dürfen.
Am Sonntag war es also soweit. 10 Jahre nachdem sich der Pastor mit ein paar anderen Deutschen zusammengefunden hat, um im Gottesdienst deutsche und thailändische Christen zusammen zu bringen wurde gefeiert.
Mit kurzen Reden der Verantwortlichen,
natürlich der Predigt,
und dem Highlight, der Geburtstagstorte.
Außerdem hatte diese Woche noch eine Thai-Mitarbeiterin des WCP Geburtstag, der wie gewohnt mit Kuchen und Applaus im Meeting gefeiert wurde.
Meine Schwester ist wieder ein Jahr älter geworden. (echt schade, dass ich nicht dabei sein konnte *snif*)
Und last but not least hat am Freitag auch Micha von uns deutschen Kurzzeitlern Geburtstag gefeiert. Unser Geschenk an ihn war der kleine Sonic. Ein sehr roter Igel mit Augen, die unerklärlicher Weise wie Schraubenköpfe aussehen und diese grünen Haare können auch nicht wirklich als Stacheln bezeichnet werden.
Auch Er hat natürlich einen Kuchen bekommen 😁
Genauer gesagt einen Regenbogenkuchen, kurz bevor wir den LKW für die nächste Distribution geladen haben.
Das konnten wir allerdings nur, weil diese Woche auch zwei Container von Joni and Friends angekommen sind.
Joni ans Friends an dieser Stelle zu erwähnen ist wichtig, weil die Rollstühle bereits von Gefängnisinsassen bearbeitet wurden. Diese Menschen kümmern sich darum, dass jeder Stuhl funktionsfähige Reifen, Bremsen und Fußstützen hat. Wenn diese drei Dinge funktionieren bleibt für und nur noch wenig Arbeit, weswegen wir die meisten der Stühle quasi aus dem Container auf den LKW laden konnten.
Allerdings werde ich nicht mit auf die Distribution mit fahren, die diesmal in Lopburi bei Bankok stattfindet.
Ich werde stattdessen mit den neuen Kurzzeitlern alle zwei Tage für drei Wochen eine Sprachschule besuchen. Im sogenannten Blue Corner haben wir jeweils zu viert 1,5h Unterricht.
Wir werden viel zuhause lernen müssen, haben aber eine gute Anleitung dafür. Das Übungsheft nach dem wir auch im Unterricht arbeiten ist recht selbst erklärend. Die Grammatik ist nicht allzu schwer. Wofür wir den Unterricht hauptsächlich brauchen ist die Aussprache. Es gibt diverse Laute in der Thailändischen Sprache, die wir im Deutschen niemals gebrauchen. Die Hausaufgaben bestehen dann vor allem daraus ganz viele Vokabeln zu lernen...
Seid ihr eigentlich sehr daran interessiert, was ich da lernen werde? Vielleicht kann ich euch ein wenig auf dem Laufenden halten. 💬 Lasst mich wissen, wenn ich versuchen soll euch auch ein klein wenig über den Blog beizubringen 😄
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass ich hier gerade sehr glücklich bin.
Dankbar bin ich dafür, dass ich so eingespannt bin. Ich bin im Musikteam der TDG, besuche zwei Hauskreise und wenn es mir zu viel wird kann ich den Morgengottesdienst in der Thai-Gemeinde ausfallen lassen.
Dankbar bin ich auch für das gute Verhältnis zu den Kurzzeitlern. Wir kennen uns zwar noch nicht allzu gut und den ein oder anderen richtig einzuschätzen fällt mir auch immer noch ziemlich schwer, aber der Umgang ist sehr Kollegial und wir nehmen aufeinander Rücksicht 👍
Bitten dürft ihr dafür, dass Lea S. schnell wieder auf die Beine kommt. Sie hat, ähnlich wie David, die Hälfte der Woche verpasst und fühlt sich, im Gegensatz zu David, noch nicht wieder fit genug, um wieder zur Arbeit zu kommen. Allerdings ist sie auch nicht so komplett ausgeknockt, wie David es war...
Außerdem habe ich in unserer ersten Unterrichtsstunde gemerkt, dass ich nicht mehr so aufnahmefähig bin, wie ich es noch an der Bibelschule war. Ihr dürft also gern dafür beten, dass ich mich gut konzentrieren und mir viel aus dem Unterricht behalten kann.
Ich danke euch herzlichst für eure Unterstützung und freue mich auf das, was Gott hier noch für mich vorbereitet hat.
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