Samstag, 15. September 2018

Zuwachs zu Gottes Familie und 60s im RICD


Hey Leute
Meine Woche war voll, wie die letzte.
Doch wir hatten ein großartiges Erlebnis mit einem Patienten, geniale Aussicht auf dem Doi Sutep und waren eingeladen zu einer 60s Party…


Auch diese Woche war wieder ziemlich Kräftezehrend. Am liebsten würde ich jeden Tag zum Sprache lernen verwenden dürfen, aber an nicht Schultagen müssen wir auf die Arbeit (in meinem Falle Mo, Mi und Fr)
Allerdings hätte ich den Montag auf der Arbeit auch nicht verpassen wollen… Ich war an dem Tag mit Puk und Hannes beim Fitting eingetragen. Wir hatten nur einen Patienten, um den wir uns aber umso intensiver kümmern konnten.

Während wir einen Rollstuhl ausgesucht und angepasst haben, hatte Puk die Möglichkeit dem Patienten und seiner Familie, anhand unserer christlichen Schriften, das Evangelium zu erklären. Es hat fast den ganzen Tag gedauert dem Patienten einen Stuhl anzupassen, daher hatte sie mehr als genug Zeit.


Mutter, Vater und Schwester haben gebannt mit zugehört bis sich der junge Mann dazu entschieden hat unter Handauflegung ein Übergabegebet zu sprechen. Wir wissen alle, dass noch ein weiter Weg vor ihm liegt und beten daher regelmäßig weiter für ihn. Unsere größte Hoffnung ist, dass seine Bekehrung einen bleibenden Eindruck bei seinen Verwandten hinterlassen hat und mit Bibel und Studienheften dran bleibt mehr über unseren Retter zu erfahren. 🙏

Am Abend desselben Tages sind wir dann noch mit den Kurzzeitlern, die an dem Tag Schule hatten, und Amy auf den Doi Sutep gefahren.
Einen schöneren Tag hätten wir uns dafür nicht aussuchen können. Mit Ausnahme von ein paar sehr feinen Wolken war der Himmel sternenklar und weil es kurz vorher geregnet hatte war die Luft so sauber, wie sie hier werden kann.


Auf halber Strecke zum Bergtempel sind einige sehr interessante Bilder entstanden. Zwei der Kurzzeitler haben ihre Spiegelreflex dabei und haben ein wenig mit Einstellungen und Belichtungszeiten herumgespielt. Mein Lieblingsbild darf ich leider nicht verwenden, aber Hannes hat mit seiner Kamera folgendes, geniales Bild von Amy geschossen.


Ein wenig weiter oben an der selben Straße habe ich dann nochmal halt gemacht. Die meisten anderen sind bis ganz nach oben zum Tempel gefahren, doch ich habe ein wenig Ruhe genossen mit genialstem Ausblick.

Es ist krass, was für Gedanken einem in den Kopf schießen, wenn man mal nicht über was bestimmtes nachdenken muss, sondern ihnen ‘freien Lauf’ lässt. Das traurigste ist aber, dass man noch so schöne Bilder machen kann und doch niemals den gesamten Ausblick mit Geräuschen, Gefühlen und allem transportieren kann. Man beginnt sich die Menschen her zu wünschen, denen man das Bild schicken wird…
Aber leider gibt es noch keine Möglichkeit, Menschen zu teleportieren.

Ein paar lernintensive Tage später fand im RICD eine 60s Party statt.
Da ich in Deutschland nie mit sowas gerechnet hätte und erst ein paar Stunden vorher davon erfahren habe war mein Outfit leider mehr als dürftig und die Frisur auch entsprechend kurzfristig…

Aber nach all dem Stress, den man sich gemacht hat mit dem Versuch noch eine Hose zu nähen,

hat sich herausgestellt, dass wir hoffnungslos overdressed waren.
Wir sind alle davon ausgegangen, dass die Filter liebenden und Karaoke feiernden Thais eine solche Party Tod Ernst nehmen würden. Das Gegenteil war der Fall…
Entweder hat sich der Style in Thailand über 5 Jahrzehnte nicht geändert oder sie sind nur wegen der Tatsache gekommen, dass im RICD ne Party steigt.
Immerhin gab es leckere Roti.

Sehr glücklich und dankbar bin ich diese Woche über den Patienten und die Möglichkeit, die Gott uns gegeben hat diesen Menschen mit dem Wort Gottes zu erreichen.
Außerdem bin ich dankbar, dass das Cornerchair-projekt gestern nach einer Wochenlangen Flaute wieder ins Rollen gekommen ist.
Besonders dankbar bin ich für die Auszeit, die ich mir auf dem Doi Sutep genommen habe. Gedanken sortieren tut im Moment außerordentlich gut.

Bitten dürft ihr um Weisheit und Kraft für mich, damit ich sehe, welche Termine ich evtl. canceln sollte, während ich die Sprachschule besuche. Ich möchte mich nicht kaputt machen und den Spaß an jeder Aufgabe behalten. Habe gerade ein wenig Angst in ein stures Termine abarbeiten zu rutschen…

Bei all dem danke ich allen meinen Supportern ganz besonders, die sich um mich sorgen und weiter unterstützen. Ihr seid mir gerade eine wahnsinnig große Stütze. Ohne Rückhalt aus Deutschland wüsste ich nicht, wie es mir jetzt gehen würde.

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