Montag, 30. Oktober 2017

Fahrradtour


Zwischen den Feldern im Raum Kirchberg an der Jagst ist es wirklich toll Fahrrad zu fahren.
Wenn man nicht will muss man in kein Tal fahren. Die Hochebenen um die Bibelschule herum geben genug Möglichkeiten eine Kopfbefreiungstour zu drehen. Wald oder Feld, Asphalt oder Schotter freie Wahl...  Bb

Micha und ich haben vor kurzem eine kleine Tour gestartet. Zuerst sind wir einfach losgefahren und haben uns an gut zu fahrende Wege gehalten. Es war etwas windig und nur partiell sonnig, aber das hat uns nicht aufgehalten. Da es ein Sonntag war sind wir auch ein paar Spaziergängern begegnet. Hier grüßt jeder jeden. Das ist einer der Gründe warum ich gern auf dem Land Wohne. Ist doch blöd wenn man mit ernster Mine aneinander vorbei geht und sich nicht einmal einen guten Tag wünschen kann. Ich jedenfalls fühle mich viel besser, wenn ich andere grüßen kann und zurück gegrüßt werde...
Nach einer Weile jedenfalls sind wir an einem Ort namens Bölgental vorbeigekommen. Dort haben wir zwar keine Menschen getroffen aber ein paar Schafe und einen Esel. Der sah erst etwas skeptisch aus. Doch als Micha etwas Gras ausgerissen hat und es ihm hinhielt war er ganz zutraulich.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Zusammenfassung II


Hallo liebe Geschwister im Glauben, BeterInnen und Blogleser.

Ein Monat ist meine letzte Zusammenfassung jetzt her. Mir kommt es vor ´wie maximal zwei Wochen. Dennoch sind ein paar Dinge passiert, die ich auch denen mitteilen möchte, die keinen Internetzugang haben.

Johannes schläft jetzt bei Joel im Zimmer, ich bin als Geigenspieler fester Bestandteil des Gebetsmorgens am Mittwoch, eine Woche zu fasten war eine gute Entscheidung, Gott ist wahrlich anwesend und segnet die Gemeinschaft hier auf der Bibelschule...

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Instant-Gott


Instant kaffee, Instant messaging, Instant app, Instant delivery,...

Heutzutage muss alles sofort geschehen. Wir leben in einer Knopfdruck-welt. Kaffee (und mittlerweile sogar Tee) auf Knopfdruck, Musik auf Knopfdruck, Warm/kalt/Kohlensäure/kochend auf Knopfdruck, Geld auf Knopfdruck, Information auf Knopfdruck...
Wir leben in unserem Hamsterrad aus immer wiederkehrenden Ereignissen. Manche Wiederholen sich früher andere Später. Immer darauf bedacht alles effizienter zu machen.
Wenn wir aufstehen muss der Kaffee/Tee aus der, mit dem WLAN verbunden, Machine schon fertig sein und wer die Brötchen schon am Vorabend in den programmierbaren Backofen getan hat muss nur noch Nutella und Messer zur Hand nehmen und 5-10min später - nach dem er beim Frühstück noch Nachrichten geschaut und seine Mails gecheckt hat - das Haus verlassen.

Ich habe das jetzt bewusst überspitzt dargestellt, um klar zu machen auf was für eine traurige Morgenroutine wir uns zubewegen. Immer mehr wird immer schneller.
Mach doch einfach mal den Selbsttest:
Wie schnell wirst du ungeduldig in einer Warteschlange? Wie viel Zeit gibst du dem Internet um das Video zu laden, dass du anschauen möchtest? Wie Geduldig bist du mit Menschen, denen du etwas beibringen sollst? Wie lang darf der Vordermann warten bis er auf die grüne Ampel reagiert? Wie viel Zeit verlierst du, wenn jemand im Ort 48 km/h fährt statt 55. Und wieviele Nerven kostet dich das?
In so vielen Bereichen sind wir Ungeduldig...

Ich habe früher ein Armband getragen. Darauf stand: WWJD - > What Would Jesus Do
In Johannes 11,1-45 wird die Geschichte von Lazarus erzählt. Er war ein sehr guter Freund von Jesus als er starb. Jesus hat ihn von den Toten auferweckt. Aber nicht unmittelbar nach seinem Tod. Auch nicht ein, zwei oder drei Tage später... Lazarus war schon 4 Tage tot, als Jesus sich vor sein Grab stellt und ruft: "Lazarus komm heraus!" v. 43

Jesus lässt sich Zeit und nimmt sich auch Zeit für sich. Womit er auch Gottes Wesen widerspiegelt.
Gott hätte die Erde an einem Tag, sogar in einem Augenblick erschaffen können. Doch er hat sich Zeit gelassen. Nach und nach erschafft er die Erde und 'sah, dass es gut war'. Als er sein Werk vollendet hatte schaute er es sich nochmal an und befand es als 'sehr gut'. Und am 7.Tag ruhte er. (Gen 1.2,1-3) Gott hat es nicht nötig zu ruhen und dennoch heiligt er den 7.Tag und gebietet uns zu ruhen.

Gott hat die gesamte Schöpfung auf Wachstum ausgelegt. Auf Reifeprozesse. Ein Kind kommt nicht sprechend aus dem Mutterleib. Zuerst muss es lernen sich zu bewegen, Muskeln aufbauen, koordination lernen und dann kann es damit beginnen sich zu artikulieren.
Ein Baum trägt nicht sofort Früchte. Der Same muss zuerst Halt finden, Wurzeln bilden und als dünner Halm in die Höhe wachsen. Erst dann bildet sich der Stamm aus, der dann Zweige tragen kann an denen sich anschließend zuerst Knospen, dann Blüten und dann Früchte bilden.

Gott hat uns darauf ausgelegt zu wachsen. Es ist nicht natürlich und schon gar nicht selbstverständlich, dass etwas sofort fertig ist, wenn man es begehrt.
So sollten wir uns auch beim Gebet ausrichten. Gott handelt nicht immer sofort und erstrecht nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Wer sind wir, die wir Gott vorschreiben, wann er zu handeln hat? Seine Wege sind unergründlich und wir verstehen sie oft nicht. Und doch können wir uns immer bewusst sein, dass er unser Gebet erhöht und eingreift!


Mir ist auf der Bibelschule etwas wichtig geworden. Trotz der vielen Aufgaben darf man nicht in Stress geraten. Mit der Einstellung: "das müsste jetzt eigentlich schon fertig sein" schafft man weniger und fühlt sich noch mehr gestresst.
Stetig dran bleiben, Fortschritte feiern und Gott dankbar sein auch für Kleinigkeiten. Das ist oft schwierig und hat viel mit Disziplin zu tun. Aber es ist weniger Kraftraubend und deine Beziehung zu Gott wächst mehr und mehr.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Das Grill Projekt


Mit Matthias (meinem PA-Leiter) haben wir ein kleines Projekt auf die Beine gestellt.

Wir sind Julian, Nico und Ich.

Matthias und Julian hatten die Idee einen vernünftigen Grill für die Schule anzuschaffen. Hierfür haben wir ein Ölfass aufgeschnitten und die Trommel aus einer alten Waschmaschine ausgebaut, welche später als Brennkammer in die Tonne gehängt werden soll. Auf die Tonne kommt dann noch eine runde Grillplatte mit Loch in der Mitte.
Tonne


Bei dem Mann, der uns die Grillplatte verkauft hat durften wir uns sogar in der Tonne verewigen.  Für den richtigen Kamineffekt mussten sowieso Löcher in die Tonne. Ich habe ihn gefragt, ob das schwer ist mit dem Plasma-schneider und er meinte nur: "Probiers aus."
Also haben zuerst ich und dann auch Nico und Matthias unsere Namen in die Tonne geschnitten. Stellvertretend natürlich auch für Julian - der leider nicht dabei sein konnte - und die BSK.
Matthias
Nico




















Ich
Als wir Tonne, Wäschetrommel und Grillplatte dann bei der Schule hatten, haben wir Löcher unter den oberen Rand der Tonne und der Wäschetrommel gebohrt. An diesen Löchern hängt jetzt die Trommel mit Hilfe von Fleischerhaken in der Tonne.
Die Grillplatte wurde natürlich auch schon eingeweiht. Hierfür haben wir ein großes Feuer in der Trommel entzündet und die Platte aufgelegt. Mit Hitze, Fett und Kartoffelstärke wurde sie dann eingebrannt. 


Julian
Am selben Abend ist Joel noch einkaufen gefahren und wir haben den Grill direkt eingeweiht. Von mir hat er den Namen 'Männerraclette' bekommen, weil man in chilliger Runde um den Grill stehen und direkt von der Platte runter essen kann. Jeder hat seinen Abschnitt auf der Platte, den er verwaltet. Wie die Pfännchen beim Raclette... nur in Männergröße 😁

Berner auf gebratenem Brot 

Freitag, 6. Oktober 2017

Stille Zeit


Jeden Morgen um 06:00 Uhr beginnt mein Tag.

Der Wecker klingelt, ich nehme mein Handy und ein Buch in die Hand und schleiche mich aus dem Zimmer, damit Johannes noch etwas weiterschlafen kann.
Ich gehe die 14 Stufen hinab in das Untergeschoss, durch die Bibliothek ins Wohnzimmer. Dort setzte ich mich in ein Sofa-eck und schlinge mich in eine Wolldecke.
Zu Beginn bete ich für den Tag und Weisheit im Bibelstudium.
Wenn ich dann wach genug bin beginne zu lesen in einem Buch mit dem Namen "ARBEITEN HEIßT mehr als Geld verDIENEN".
Jedes Andachtsbuch kann einpacken... Ein Kapitel aus diesem Buch hat mir mehr zu sagen, als eine kurze Auslegung von einem Vers.
Hier hat ein Handwerker aus Amerika hat Tagebuch geführt zu seinen ganz praktischen Erfahrungen mit Gott in seinem Alltag. Viel davon lässt mich einfach nur staunen und er ist mir ein wahres Vorbild, wie demütig und hingebungsvoll er seine Arbeit verrichtet, immer mit dem Ziel Gott zu ehren. Vielleicht bin ich auch nur so begeistert, weil er auch Tischler ist. 😏


Wenn ich die 5 Fragen am Ende jeden Kapitels für mich beantwortet habe mache ich noch eine Leseaufgabe für den Unterricht. (beispielsweise 2 Kapitel Genesis) Dank der Hörbibel kann ich mir auch vorlesen lassen. In meiner Studienbibel kann ich dann mitlesen und mir direkt den entsprechenden Kommentar dazu durchlesen.

Gegen 06:40 Uhr geh ich dann zurück in unser Zimmer und wecke Johannes, damit wir zur Andacht gehen können. Die findet viertel vor statt im wunderschönen Jagdzimmer. Dort hin kommen Schüler aus allen drei Klassen und einer liest dann vor aus einem Andachtsbuch, das leider eine etwas ältere Sprache hat. Darum lesen wir den Text in der Regel 2x was aber gar nicht schlimm ist, da er oft sehr gehaltvoll ist.

Um 07:00 Uhr gehen wir dann gemeinsam zum Frühstück...

Dienstag, 3. Oktober 2017

bewegende Woche


Hey Leute
In der Letzten Woche ist viel passiert.

Am Montag den 25.09. hat Gott ganz konkret zu mir gesprochen und einen Prozess eingeleitet, der mich bis gestern Abend (Montag) zur Kapitulation gebracht hat.
Ich habe immer versucht für andere stark zu sein, anderen zu gefallen, Gott zu gefallen und auch mir zu gefallen. Dabei habe ich ganz vergessen auch mal in mich selber hinein zu hören und zu erkennen was in mir vorgeht.
Die Zeit auf der Bibelschule und in Thailand möchte Gott dafür gebrauchen mir zu zeigen wer ich wirklich bin. Er hat mich gebrochen und wird mich neu aufbauen. In der Bibelschule wird er unsere Beziehung stärken und in Thailand meinen Charakter.

Drei Menschen hat er mir hier an die Seite gestellt, die er auf unterschiedlichste Art und Weise gebrauchen kann.
Ich weiß noch nicht wirklich , welche Lektion mir der einzelne beibringen wird, aber ich weiß, dass die Gemeinschaft mit Johannes, Tabea und Elaine wirklich gesegnet ist.


Wir haben in der Letzten Woche viel miteinander unternommen und noch nie kannte mich jemand besser, als 'die CREW'. Am Donnerstag waren wir auf einem Konzert der Band 'Impule Eve'. An diesem Abend hatten wir die Möglichkeit uns kennen zu lernen.
Anschließend sind wir von Freitagnachmittag bis Sonntagabend in Karlsruhe unterwegs gewesen. Zuerst haben wir eine Worship-night besucht, die wirklich intensiv war. An diesem Abend wurde ich befreit. Es gab eine intensive Gesprächszeit zu viert, bei der alles unausgesprochene der letzten zwei Wochen auf den Tisch gekommen ist.
Den Tag darauf gab es eine große Verteil-aktion in Karlsruhe. Wir haben Zeitungen verteilt mit Zeugnissen von Christen wie Nick Vujicic und Jürgen Klopp. Dabei haben wir Bibelverse auswendig gelernt. teilweise über die Straße und ohne Scham 😎


Am selben Abend sind wir auf den Turmberg gefahren und haben den Ausblick über das nächtliche Karlsruhe genossen. Das Highlight des Abends war, dass wir ein für mich neues Lied gesungen haben.
"This little Light of mine,
I'm gonna let it shine. 3x
Let it shine, let it shine, let it shine."

Das war genau, was wir gemacht hatten. Jedes noch so kleine Licht ist fähig die Finsternis zu vertreiben. Jede nette Geste, jeder kleine Gefallen, jedes gute Wort ist ein kleines Licht, das wir in die Welt hinausschicken. Wir haben das Licht empfangen, um es leuchten zu lassen.



Nach einem Gottesdienst am Sonntag haben wir uns Karlsruhe angeschaut. Johannes hat uns zu einer Art Studentenpub geführt, wo wir Burger gegessen und über ein Paar philosophiert haben, welches sich wahrscheinlich demnächst trennen wird. 😉
Im Anschluss sind wir zum Karlsruher Schloss gelaufen, haben auf dem riesigen Rasen des Schlossgartens in der Sonne gechillt. Johannes musste uns schon früher verlassen, da er die Technik für ein Adoniamusical vorbereiten musste welches wir uns später am Tag auch noch anschauen würden.


Nach dem Musical haben wir uns noch von Johannes‘ Familie verabschiedet und uns bedankt dafür, dass sie uns drei Tage lang aufgenommen haben. Anschließend stand die Rückfahrt zur Bibelschule an. Autofahrten mit der Crew sind jedes Mal auf’s neue ein Abenteuer. Mal sind alle ruhig, mal führen wir tiefgründige Gespräche oder lesen in der Bibel oder gehen zur Musik ab, diesmal haben wir sogar selber Gesungen. Das Beste ist aber, dass wir auf jeder Autofahrt gemeinsam beten.
Ich bin Gott sehr dankbar, dass wir schon so eine geniale Gemeinschaft haben obwohl wir uns erst seit knapp 2,5 Wochen kennen.


Dankbar bin ich außerdem erkannt zu haben, dass Er mehr mit mir vorhat, als mich in der Bibel fortzubilden. Ich habe eine große Lektion zu lernen und bin gespannt mit welcher Einstellung ich letztendlich nach Thailand fliegen werde. Meine Hoffnung ist, dass mir die Angst genommen wird vor der anderen Kultur und der Gemeinschaft mit dem ‚Team__Thailand‘.

Meine Gebetsanliegen:
-          Betet dafür, dass ich eine gute Balance finde zwischen Gemeinschaft und Schule finde.
-          Betet für Klarheit im Blick auf meine Zukunft.
-          Betet um Weisheit damit ich Gottes Plan erkenne. Zumindest den Teil, den Er mir offenbaren will.
Dankt Gott für sein Wirken, dass er mich gebrauchen und formen will.
Ich geb mein bestes und Gott gibt den Rest.


Euer Lukas