Hey Leute
Es ist passiert. Manche würden sagen endlich, ich fand die Erfahrung recht wertvoll. Und obwohl ich gesagt habe, dass es jetzt so bleibt würde ich nicht sagen, dass ich eine Langhaarfrisur nie wieder ausprobieren wollen werde.
Außerdem sind zwei Langzeitmitarbeiter vom Projekt wieder aus Amerika bzw. Deutschland zurück.
Und btw. Sonic geht’s blendend 😉
Zu Beginn meiner Woche habe ich (wie ihr vermutlich schon mitbekommen oder zumindest geahnt habt) mir die Haare schneiden lassen. Es war das erste hier in Thailand und ebenso das erste mal seit Jahren von einer anderen Friseuse. Selbst, als ich die Bibelschule besucht habe wurden meine Haare immer nur an den Wochenenden geschnitten, wenn ich zu Hause war.
Meine Haare wachsen nicht allzu schnell, sodass sie nach 5 Monaten hier in Thailand noch nicht zu lang waren. Doch lang genug, um meine Duschzeit zu verdoppeln. Ich werde es vermutlich nicht durchziehen, aber sollte ich sie nochmal länger wachsen lassen weiß ich schon, dass es mehr Arbeit wird, als vermutet.
Jedenfalls hat eine ausgebildete Friseuse vom Projekt angeboten uns Jungs die Haare zu schneiden und wir haben eingewilligt.
Ich wollte nicht zwingend meine deutsche Frisur wieder haben, also habe ich ihr gesagt, sie soll sich austoben…
Vielleicht hat sie sich nicht getraut mit meinen Haaren verrückt zu werden oder es ist einfach nicht viel möglich bezüglich Kurzhaarfrisuren.
Vielleicht hat sie sich nicht getraut mit meinen Haaren verrückt zu werden oder es ist einfach nicht viel möglich bezüglich Kurzhaarfrisuren.
Sie nennt es ‘Gentlemen's-Cut’, für mich ist es eine etwas längere Version der ursprünglichen Frisur 🤗
Aber das wichtigste ist, dass ich mich gut damit fühle und die Haare jetzt definitiv pflegeleichter geworden sind. 😊
Irgendwie ist es die Woche des ‘gut fühlens’. Denn womit ich mich auch gut fühle ist die Hose, die Anna aus Deutschland mitgebracht hat.
Sie und CeCe sind vor kurzem aus ihrem jeweiligen Heimatland zurück nach Thailand gekommen. Es ist wirklich interessant zu erleben, wie unterschiedlich die Arbeit sein kann, wenn verschiedene Menschen fehlen. Mit manchen ist es ruhiger, fehlen andere ist es chaotischer und als Joey (Leiter der Projekts) gefehlt hat ging alles drunter und drüber.
Jetzt sind alle wieder da und das Office war gestern Morgen Volker denn je, seit ich hier bin. Und das obwohl 4 Kurzzeitler in der Sprachschule und zwei Mitarbeiter auf Distribution waren…
Einer davon war Stefan, der mittlerweile des festen Entschlusses ist die Hühner abzugeben. Doch es fällt ihm schwer einen Abnehmer zu finden. Er möchte sie loswerden aber nicht an Buddhisten. Das hört sich zwar rassistisch an, doch er hat Angst davor in ihnen falsche Gedanken zu wecken, die ihre Denkweise verstärken. Als Beispiel hat er gesagt “Wow, der Farang schenkt mir drei Hühner. Mein Karma muss gut sein.” Was für uns Sinn macht aber einfach nicht stimmt. Ich kann ihn jedenfalls verstehen. Auch wenn ich es nicht richtig finde deswegen die Suche nach einem Abnehmer aufzugeben.
Ein Haustier, das allerdings bis mindestens Ende des Jahres in der Obhut von uns Kurzzeitlern bleiben wird ist Sonic.
Die fühlt sich in ihrem Terrarium richtig wohl und gewöhnt sich auch immer schneller an ihr ungewohntes Umfeld, wenn sie mal herausgenommen wird.
Allerdings weiß ich nicht, wie lang sie noch im Wohnzimmer stehen darf. Denn allmählich fängt sie an ihren Geruch zu verbreiten und der lässt sich mit dem Ventilator leider nicht so einfach wegpusten.
Worüber sie sich vor kurzem gefreut hat war ein Eiswürfel im Gehege. An dem hat sie rum geknabbert und fast schon mit ihm gekuschelt. Schien, als hätte sie sich über die Abkühlung gefreut.
Ich hingegen saß in langem Oberteil und mit heißem Kakao daneben, weil ich mir (vermutlich im Zug von Ventilatoren) eine dicke Erkältung geholt habe. Hätte ich mir nicht träumen lassen, als ich noch in Deutschland war. 🙃
Ihr dürft also gern dafür beten, dass ich bald wieder ganz fit bin, was nicht einfach wird, während meine Tage so verplant sind.
Außerdem suchen wir mit dem TDG-Musikteam aktuell nach einer guten Geige, weil wir nicht ewig die von J. Janzens Tochter nutzen wollen. Sie hat, verständlicherweise, auch schon deutlich gemacht, dass sie das nicht gern hat.
Allerdings gibt es auch wieder einige Dinge zum Danken:
- Ich werde immer besser in Thai und wir haben jetzt auch begonnen Wörter zu lernen, die mit dem Rollstuhl selber und dem Anpassen von Rollstühlen zutun haben.
- Mit der deutschen Arbeitshose werde ich mich im Projekt besser fühlen und vermutlich auch mit mehr Freude arbeiten können, da ich die wichtigsten Werkzeuge jetzt nicht jedes Mal auf’s neue suchen muss, sondern direkt griffbereit haben werde.
- Außerdem danke ich Gott regelmäßig für seine Großzügigkeit. Ich bin hier echt mega gut versorgt und seit kurzem habe ich sogar Zugriff auf den Dienst eines deutschen Bäcker hier in Thailand, sodass ich mir hin und wieder eine Scheibe festen, guten Brotes gönnen kann als Abwechslung zu dem allgegenwärtigen Toastbrot es hier 🙈


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