Hier auf der Bibelschule lernt man wesentlich mehr, als Bibelverse auswendig.
Damit meine ich nicht, dass man außerdem Gliederungen von Büchern, Exegese und Kirchengeschichte lernt.
Die Bibelschule ist für ich auch eine echte Lebensschule geworden.
Das heißt, dass Gott ganz individuell an meinem Leben arbeitet. Er zeigt mir was falsch läuft, weckt Seiten von mir, die ich bisher nicht gekannt habe und wirft einige meiner Zukunftsplanungen über den Haufen.
Im ersten Trimester habe ich geschrieben, dass er mich 'gebrochen' hat damit er mich jetzt wirklich gebrauchen kann. Das möchte ich jetzt erklären.
Ich habe mir Jahre lang eine Maske aufgebaut. Nach dem Motto: "
Ask me how I'm doin', I'll say "okay, "
But ain't that what we all say?" bin ich jeder Frage oder Stellungnahme ausgewichen.
Ich habe oft so getan, als wär alles in Ordnung, doch in mir war einiges zerrissen. Gott hat mich in dieser Zeit -ihm sei Dank- vor vielem bewahrt. Ich denke das lag vor allem daran, dass mir die Meinung meiner Eltern/Familie und wie sie mich wahrnehmen trotz allem sehr wichtig war. Ich bin zum Gottesdienst, zur Jugend und auf christliche Freizeiten gegangen obwohl mich nichts davon interessiert hat. Ich hatte Kontakt mit Menschen, habe mich aber innerlich zurück gezogen, sodass keine Beziehungen entstehen konnten. Habe mich vertieft in Aufgaben/Schule/Ausbildung, meine Gefühle unterdrückt mit Musik und freie Zeit totgeschlagen mit YouTube/Netflix&CO.