Hey Leute
Diese Woche habe ich mich von dem Abwärtstrend nicht beeindrucken lassen und die Luftwerte vor dem Blog schreiben gecheckt...
Während die Luft noch 'besser' war durften Paul-David, zwei Kurzzeitler aus Mae Hong Son und ich einen Tag an dem christlichen Palao Zentrum von อาเลิน (Aleen) verbringen und zwei LKWs beim RICD mit Equipment bis oben hin vollstapeln.
Zuerst mal das ernüchternde und traurige, bevor ich zu den besonderen und coolen Momenten komme.
Diese Woche hatte wieder einen signifikanten Abwärtstrend selten hatten wir Werte über 165 (ein kurzes Hoch ging auf 221 als Maximum dieser Woche) Doch heute stehen wir mit einem AQI von 520 schon wieder unangefochten an der Spitze mit einem neuen geschichtlichen Höchstwert für Chiang Mai.
| ganze 327 Punkte Vorsprung |
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Da wünscht man sich manchmal traumhafte Landschaften herbei, wie diese in denen sich mein Kumpel gerade aufhalten darf.
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| Danke für das Bild ;) |
Jetzt aber zu der Besonderheit dieser Woche.
Letzte Woche hatten wir ja soetwas wie ein Zwischenseminar Nachtreffen...
Zwei der Kurzzeitler (ihr Einsatzort ist Mae Hong Son) waren noch bis Mittwoch morgen hier in Chiang Mai und haben an dem Palao Zentrum praktisch mitgeholfen. Als Dank dafür durften sie am Dienstagmorgen beim Schlachten eines Schweines dabei sein. Da Paul-David und ich die beiden besucht hatten, während sie auf dem Gelände des Zentrums Löcher gegraben haben, wurden wir kurzerhand mit eingeladen und durften sogar tatkräftiger auch selbst Hand anlegen, als wir gedacht hätten.
Detailbilder und solche mit sehr viel Blut und frischem Fleisch werde ich hier nicht hochladen... Die dürft ihr euch erfragen oder gezeigt bekommen, wenn ich wieder in der Heimat bin. 😜
Da wir uns vom Rollstuhlprojekt freigenommen hatten, sind Paul-David und ich den ganzen Tag auf dem Gelände des Zentrums aufgehalten.
Doch was ist das überhaupt für ein Zentrum?
Begonnen hat alles mit den Eltern von Johannes (unserem Mentor). Die sind her gekommen, um den Palao die Bibel zu übersetzen. Palao, das ist ein Volksstamm aus Burma. Aufgrund von Problemen (habe leider keine Details darüber) in der Heimat sind einige von ihnen nach Thailand geflüchtet. Hier waren sie dann aber leider ziemlich verloren, da sich ihre Sprache schon sehr von Thai unterscheidet. Dann sind sie hier auf Margarete und Hermann gestoßen. Auf einmal hatten die Palaos hier in Thailand Ansprechpartner, die ihre Sprache verstehen und sogar sprechen konnten.
Daraufhin ist das Zentrum entstanden. Zuerst als Auffangstation für Flüchtlinge gedacht ist es heute Arbeitsplatz und Heimat für etwa 2 Hand voll Palaos, Übersetzungsbüro, in dem die Bibelübersetzung von Margarete gerade vollendet wird, und Tonstudio für christliche Radiobeiträge.
Auf dem Gelände werden Schweine, Hühner, Vögel und Eichhörnchen gehalten. Die Bewohner kümmern sich um das Gelände, den Garten, Papayabäume und andere Palmengewächse. Sie bekommen Sprachunterricht (Thai und Englisch) und ziehen mittlerweile sogar ihre Kinder in dieser Umgebung groß. Die Nächste Generation, die mittlerweile zum Großteil 12-22jährig ist, packt sogar tatkräftig mit an.
Dabei einen Tag lang helfen zu dürfen war mir ehrlich gesagt eine Ehre.
Mit den beiden Mae Hong Son-Kurzzeitlern haben wir Malerarbeiten gemacht. Es sollten Geländer und Handläufe neu gestrichen werden. Das hieß: Boden abkleben, weiß grundieren und zweimal mit Farbe drüber.
Am Abend gab es dann das frisch geschlachtete Schwein bei Moo Kata.
Ich liebe Moo Kata. Im Internet oft als das Thailändische BBQ genannt, würde ich es als erfrischende und noch gemeinschaftlichere Version des Raclette oder Fondue bezeichnen. Es ist ein super kooperatives, gemeinschaftliches Essen bei dem man im Kreis um eine Wärmequelle sitzt mit der eine Schale erhitzt wird.
Diese Schale hat eine spezielle Form. In der Mitte ist sie nach oben gewölbt und mit Löchern oder Schlitzen gespickt, damit eine Grillfläche entsteht. um diese Grillfläche herum formt die Schale eine Art Rinne, in der permanent eine Brühe kocht.
Das geniale an diesem Gemeinschaftsessen, außer dass man fast ausschließlich mit Stäbchen agiert, ist meiner Meinung nach, dass jeder alles auf die Schale/in die Brühe legen und auch wegnehmen kann. Als deutsche Person hört sich das vielleicht nach Chaos an, aber ich habe es als Freiheit wahrgenommen Fleischstücke einfach vom Grill runternehmen zu können ohne fragen zu müssen, wer es draufgelegt hat. Das gleiche mit den Nudeln und gekochten Dingen in der äußeren Rinne... Es ist fertig, also ess ich es. Dafür lege ich dann aber auch wieder was drauf, damit ich, oder ein anderer, oder wer auch immer lust darauf hat, wenn es fertig geworden ist, es dann essen kann.
Was dabei entsteht ist jedesmal eine große, coole Community in der man mal mit dem und mal mit dem redet, sich hier und da in ein Gespräch ein und ausklinkt...
Kurz: Ich habe den Tag in ganzen Zügen genossen.
So stellt man sich i.d.r. seinen Geburtstag vor.
Und tatsächlich gab es dann am Donnerstag eine art Wiederholung dieses Tages.
In Besonderheit und Faszination mit dem Schlachten des Schweines zu vergleichen war der Anblick von 200 Rollstühlen, 3 Krankenhausbetten, 160 Rollatoren, Kinderwägen und anderem Zubehör.
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Wie in dem Bild zu sehen mussten wir sogar mit Holzplatten eine zweite Ebene schaffen, damit wir alle Rollstühle unterbringen konnten. Alle Lücken und Zwischenräume haben wir ausgenutzt und keine Möglichkeit ausgelassen, um ein wenig Platz doch noch nutzbar zu machen.
Dementsprechend stolz waren wir darauf, nach getaner Arbeit die Türen zu schließen und dabei zuzusehen, wie sich die LKWs auf den Weg nach Südthailand machen. (Ich denke man kann unser excitement auf dem Titelbild auch ganz gut erkennen.) 😉
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Aber dennoch war es ein genialer Abend und sowieso ein sehr schöner Tag 😃
Dankeschön an alle, die sich angesprochen fühlen, wenn ich schreibe: Diese Person hat meinen 21. Geburtstag zu einem ganz besonderen Tag gemacht!
| !Thanks guys! 🎉 |
Gestern haben wir dann noch das Werkzeug zusammengestellt, welche wir für die Korat Distribution brauchen werden. Vom 01. bis zum 04. April werde ich schon zum zweiten Mal auf einer Korat-Distribution sein.
An diesen Ort habe ich fast ausschließlich gute Erinnerungen. 👍
Ich bin dankbar wieder eingetragen worden zu sein für diese Distribution.
Dankbar für jeden Feinstaubpartikel, der in meiner Atemmaske hängengeblieben ist und meine Lungen nicht belastet.
Dankbar bin ich auch für das Privileg, zu einer Schweineschlachtung eingeladen worden zu sein. Klar, es ist hier ein wenig normaler, als in Deutschland, dass jemand sein Schwein schlachtet, aber für mich war es unglaublich, einzigartig, besonders... Einfach riesig!
Und ich bin dankbar für diese schöne Geburtstagserfahrung hier in Thailand. Ich habe nichts erwartet und alles bekommen! Dankeschön.
Ihr dürft gern weiter beten in der Sache mit meiner Unsicherheit der CGC gegenüber. Das Gespräch mit Mirjam und Gampon hat zwar stattgefunden, doch wir haben uns in einer total unruhigen Umgebung befunden und sie haben noch einen anderen Pastor mitgebracht, der dann frühzeitig der Grund zum Aufbruch war ohne, dass wir die Fragen wirklich geklärt hätten. Kurz: Ich habe mir noch kein Urteil bilden können... Bitte betet um Weisheit und Verständnis. 🙏
(Alle mit "D" markierten und das Titelbild stammen von Dorothee. Alle anderen Quellen sind verlinkt.)






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