Sonntag, 4. November 2018

Fortschritt im Ordnungssystem


Hey Leute
In letzter Zeit ist das Office morgens ziemlich voll mit Menschen. Zu Beginn meines Einsatzes gab es für jeden einen Sitzplatz... Wie es jetzt aussieht könnt ihr ja oben sehen 😁
Die Arbeit macht in letzter Zeit wieder viel Spaß. Das große Sortieren/Ordnen schreitet voran und gemeinsame Aktionen werden ausgedehnter.





Während der Besprechung morgens ist es echt durcheinander. Manche haben sich schon beschwert, dass sie über einige wichtige Dinge nicht Informiert worden sind, obwohl sie morgens besprochen worden sind.
Gut, dass wir uns für die Arbeit dann aufteilen können. Am Arbeitsplatz nicht 18 Menschen rumspringen zu haben ist wirklich gut. 
Es ist zwar trotzdem viel los. Man muss sich seinen Arbeitsplatz suchen und dann frei halten, um ein wenig Platz zu haben. Ich bin kurzerhand auf's Regal ausgewichen. Da oben nimmt mir niemand Arbeitsplatz weg.

Ich habe mich aber nicht nur aus Platzgründen auf das Regal verzogen. Im Zuge des Sortierens und Ordnens hat Erica (die den Überblick über alles zu behalten hat) die Arbeit verteilt. Jeder hat jetzt 2-3 Bereiche, für die Er/Sie zuständig ist. Bevor diese Bereiche ordentlich sind darf die Person Freitagnachmittags nicht nachhause gehen. Ich habe mich eingetragen für Woodworking (Holzbearbeitungsmaschinen, Plattenregal,...) und Tiers (Reifen) welche nun mal im Arbeitsbereich des Warehouses auf dem Regal liegen.

So sah das nach dem ersten Sortieren aus. Allerdings war ich damit noch nicht zufrieden... Wenn man vom Boden aus versucht hat ein Reifenpaar vom Regal zu holen, welches aber weiter unten im Stapel lag, hat man entweder den halben Stapel runter gerissen oder man musste umsortieren und niemand kann verlangen, dass danach die Reifen wieder so gerade aufeinander liegen, wie sie das auf dem Bild tun. Also habe ich mich dazu entschieden Paare zusammenzubinden, zu beschriften (was ja auf dem Bild schon zum großen Teil geschehen ist) und dann aufzustellen.

So kann man genau das Paar nehmen, das man benötigt und muss die anderen maximal zur anderen Seite lehnen. 
Die Konstruktion ist denkbar einfach. Oben anzeichnen wo die Abtrennungen hin sollen, gleichmäßig Löcher bohren und von unten in die Kante schrauben. Um für seitliche Stabilität zu sorgen habe ich aus den Platten-Resten eine kleine Rückseite an jede Abtrennung angeschraubt.

So sieht das Endergebnis (zumindest für die Reifen mit Schlauch) aus:

Das gleiche habe ich auch noch mit den Vollgummi-Reifen vor. Das sind zwar nicht so viele, aber ich mache genau so viele Fächer, damit wir für jede Größe einen Platz haben.

Aber es wird machnar sein. An Freude und Spaß bei der Arbeit muss es jedenfalls nicht scheitern, wie diese beiden regelmäßig beweisen.

Außerdem gibt es auch in der Tierwelt auf dem RICD Gelände einiges interessantes/lustiges zu entdecken. Auf dem Grundstück hinter dem Warehouse trainiert zum Beispiel ein Thai seine drei Hähne. Hin und wieder lässt er zwei von ihnen frei, um zu schauen, welcher aktuell die Nase vorne hat. Vor kurzem durften wir bei so einem Zusammentreffen zuschauen.
 

 



Diesen Hahnenkampf haben leider nur ein paar von uns miterlebt.
Aber wir haben auch zwei gemeinsame Aktionen gestartet diese Woche.
Zuerst waren wir bei einem Foodfestival.
Auf den ersten Blick scheint es immer überall das gleiche zu geben. Reis mit Beilage. Aber es gibt eine wesentlich größere Auswahl/Vielfalt. Unsere Gegend ist zum Beispiel auch bekannt für die süß-scharfe ChiangMai Wurst.

Man darf sich von der Optik nicht täuschen lassen. Denn wenn man den Unterachied nicht kennt könnte man sie für kleine Salami oder  dünne Mettwürstchen halten.
Ich habe mich letztendlich für eine Suppe mit Fleischklößen und flachen Reisnudeln entschieden. Dazu nen leckeren Cha Yên (kalter Thai-Tee mit Milch) damit kann man nie was falsch machen... Und davon kann man auch nie genug bekommen 😁

An einem anderen Tag (nachdem alle neuen Kurzzeitler ihr 90 Tage Visum auf ein Jahr verlängert hatten) sind wir zu acht zu einer Thai-Massage gegangen.

Das heißt wir sind in zwei 4er Grüppchen massiert worden. Allerdings konnte man sich in den Eingangsbereich setzen, wenn man nicht dran war. Also haben wir sogar fast 2h dort verbracht.

Meine Gruppe war als erste dran mit durchkneten. Es war wesentlich weniger besinnlich, als ich mir das vorgestellt habe. Wir lagen, getrennt durch Vorhänge, nebeneinander auf Matten am Boden. Bekleidet mit Hose und T-shirt vom Massage-shop und bedeckt mit einem Handtuch.
Wir wurden einfach systematisch durchgeknetet und ich habe gefühlt keine Sehne im Körper, die nicht gedehnt wurde. 😁 Die Masseöse hat sogar Sehnen gedehnt, von denen ich gar nicht wusste, dass man da was dehnen kann...
Es hat jedenfalls gut getan und ich war mehr verspannt, als ich gedacht hätte.
Riesenlaub auf dem Massage-Parkplatz

Von dort aus ging es dann zum Haus unserer amerikanischen Arbeitskollegin, die 'Hair Stylist' gelernt hat. Die hat uns die Haare geschnitten. Ich wollte mir die Frisur, die ich zuletzt in Deutschland hatte, nicht wieder schneiden lassen. Allerdings gefällt mir auch keine der andere Kurzhaarfrisuren so gut, wie diese.
Also ist es doch wieder der altbekannte 'blended-Undercut' geworden.


    Ich bin dankbar wieder kurze Haare zu haben. Die sind jetzt wieder viel Pflegeleichter und in der thailändischen Wärme (in diesem Moment noch 31°C) auch viel praktischer. (Am besten wär ne Glatze, aber dafür hatte ich bisher noch nicht den Mut)
    Dankbar bin ich auch für die gute Gemeinschaft, die gerade wächst mit ein paar Thais. Vermutlich werde ich demnächst mal in eine Thai-Gemeinde gehen. Genauer gesagt die City-Gate Church, in deren Gebäude auch die TDG ihren Gottesdienst feiert. 'Aber Lukas du warst doch schonmal in einer Thai-Gemeinde!' Das ist richtig. Aber nicht, um Kontakt zu suchen...
    Außerdem bin ich dankbar für Gottes unglaubliche Versorgung. Mit meinem aktuellen Lebensstil hier in Thailand bin ich finanziell wirklich gut dran. Es reicht immer und dank eurer Unterstützung darf das einfache Leben auch hier und da etwas extravagant sein. 👍
    Aber nicht nur finanziell bin ich, dank euch, gut aufgestellt. Auch Segen und Bewahrung empfange ich in letzter Zeit sehr bewusst. Das habe ich euren standhaften und regelmäßigen Gebeten für mich zu verdanken. Ohne euch im Rücken wär ich hier bestimmt nicht so glücklich und unbeschwert, wie ich es aktuell bin.

    Beten dürft ihr diese Woche ganz besonders für die Frau von Johannes, unserem Mentor. Sie hat sich diese Woche bei einem Wander-Ausflug das Fußgelenk gebrochen. Dadurch ict sie so ausgeknockt, dass es ihr extrem schwer fällt Essen zu machen für ihren Mann und die drei Kinder, die noch hier in Chiang Mai leben (die restlichen fünf sind mittlerweile auf der ganzen Erde verstreut).
    Chomphuu geht es mittlerweile wieder recht gut. Man weiß nicht genau wie lang (sie war meines Wissens nach nicht beim Arzt) aber sie kommt wieder zur Arbeit und macht bei der ein oder anderen gemeinschaftlichen Aktion wieder mit.
    Ihr dürft auch für mich persönlich beten. Ich bin aktuell ein wenig zwiegespalten zwischen Zwei Hauskreisen. ich merke, dass ich langfristig nicht beide besuchen kann/will, aber ich kann auch keinen sausen lassen, weil ich mich beiden zu sehr verbunden/pflichtet fühle.

Ich wünsche euch eine gesegnete und schöne Woche.
Euer Lukas 😎

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