Samstag, 27. Oktober 2018

Gebet für Chiang Mai


Hey Leute
Am Dienstag hatten wir schon wieder nen freien Tag (diesmal ist alles gut gegangen). Wieder ein Feiertag zur Ehre des neunten Königs. Der war echt ein Segen für Thailand, hat viel gutes bewirkt und hatte die bisher längste Amtszeit als thailändischer König.
Im Projekt sind ich werde sie Jenny nennen und ich ein großes Stück weiter gekommen mit unserem Cornerseat.



Ich weiß nicht genau, wofür wir Dienstag frei bekommen haben, aber es hatte vermutlich wieder was mit dem 9. König Thailands zutun.
Quelle

Bhumibol (Adulyadej) der Große * 5.Dezember 1927 † 13. Oktober 2016  hat viele gute Dinge für sein Land bewirkt. Er ist bei seinen thailändischen Landsleuten sehr beliebt und über seinen Tod hinaus sind ihm die Thailänder treu. Sie lieben ihn dafür, dass er gegen die Armut in diesem Land gekämpft hat. Er ist in arme und vertrocknete Gegenden gereist und hat dafür gesorgt, dass die Einheimischen dort einen Teil ihrer Nahrungsmittel anzubauen.
Quelle
Zudem war er ein sehr weiser Mann. Er hat keinen Krieg geführt und sich für Frieden eingesetzt. Viele Aussagen in seinen Reden konnte man (laut Johannes's Aussage. Kann das leider nicht prüfen) mit Bibelstellen unterstreichen und er hat sich  auch für Religionsfreiheit eingesetzt. Vor seiner Regierungszeit wurden protestantische Christen unterdrückt und es gab von selbigen nur 0,04% im Land. 2010 war die Christenheit in Thailand auf 0,9% angestiegen und heute sind schätzungsweise 1,2% der Thailänder christlich.
Chiang Mai ist eine Art christliches Zentrum in Thailand und Thailand das asiatische Land, in dem sich die meisten Missionsgesellschaften niedergelassen haben.

Wir dürfen echt dankbar sein, dass wir hier umgeben von Vietnam (Weltverfolgungsindex Platz #18), Laos (Platzierung #20), Malaysia (#23) und Myanmar (#24) in Frieden leben und missionieren dürfen.
Quelle: OpenDoors
Wir dürfen uns komplett frei und unabhängig im Land bewegen ohne befürchten zu müssen wegen unseres Glaubens ins Gefängnis zu kommen.
Das haben wir an unserem freien Tag dann auch wieder genutzt und sind zu den sog. Hot Springs gefahren.

Das ist ein Gebiet mit (wie der Name ja schon verrät) heißen Quellen. Ganz natürlicher Weise sprudelt dort schwefelhaltiges, kochend heißes Wasser aus dem Boden.
Leider gibt es keine natürlichen Geysire (jedenfalls haben wir keine gesehen) und die Quellen selber sind nicht mehr zu sehen, weil das Wasser direkt in Rohren abgeleitet wird und an die Stellen transportiert wird, wo man es haben möchte.

So gibt es zum Beispiel ein Schwimmbecken mit 34-36°C warmem Wasser.

Da dieses Becken überdacht ist und es bis ca. 11 Uhr geregnet hat sind wir fast bis Mittag dort im Wasser geblieben.
Freunde haben wir uns nicht gemacht...
Argwöhnische Blicke und flüchtende Thais
Aber Freude hat es gemacht. XD
Wir haben uns dann dazu entschieden etwas ruhigeres zu machen und eine Art 'Bäumchen wechsel dich' gespielt.
Dabei hat jeder im Kreis ein Zeichen. (salutieren, Daumen hoch, auf die Schulter tippen...) Dieses Zeichen muss er weiter geben, indem er das Zeichen eines anderen macht. Dieser muss die Weitergabe annehmen, indem er sein eigenes Zeichen macht und anschließend wieder weitergeben. Die Aufgabe des Spielers in der Mitte ist es schnell genug zu erkennen, wer das Zeichen hat und auf ihn zeigen. Hat derjenige das Zeichen angenommen und noch nicht weiter gegeben, wenn auf ihn gezeigt wird, muss er in die Mitte.

Als wir aus dem Becken wieder raus waren, geduscht und uns angezogen hatten, schien zwar die Sonne, aber einige aus der Gruppe hatten Hunger (was man ihnen zur Mittagszeit ja auch nicht verübeln kann). Ich fand es halt schade von dem ganzen Gelände letztendlich nicht viel mehr, als das Schwimmbecken gesehen zu haben.

Ein kleiner Trost war es zumindest, dass wir (die Fahrerin 'meines' Autos und die beiden anderen Mitfahrer) sich nicht so gestresst haben zu dem, letztendlich schon geschlossenen, Restaurant zu kommen. Dadurch haben wir noch einen schönen Platz gefunden mit (leider künstlichen) Fontänen aus heißem Wasser,

ein Siedebecken, in dem man sich Eier hätte kochen können

und einem Bereich, der so heiß ist, dass empfohlen wird ihn nicht zu betreten.
Weil das Restaurant, zu dem wir geplant hatten zu gehen, leider schon geschlossen hatte und einige von uns tanken mussten, sind wir weiter zu einer Tankstelle gefahren neben der sich glücklicherweise direkt ein Markt befunden hat.

 
mehlige Süßigkeit mit Weingummi ähnlicher Ummantelung

Von dort aus sind wir dann weiter gefahren zu einer Höhle.
'WAAAS? SEID IHR VERRÜCKT? Die Regenzeit ist doch noch gar nicht zu ende!!! Habt ihr nicht mitbekommen, was in Chiang Rai vor einigen Wochen erst passiert ist???'
Keine Sorge. Diese Höhle ist nicht für Überflutungen bekannt. 😁 Im Gegenteil. In ihr befinden sich wasserempfindliche Statuen, Räucherstäbchen und Beleuchtung.
 

Sry, Mama 😇 Hab dir trotzdem nichts davon erzählt, damit du dir keine Sorgen machst... Hab dich lieb 😘
Wir hatten definitiv unseren Spaß in der Höhle.
Nachdem wir durch enge, steile Treppen in die Höhle gelangt waren,

lagen große Höhlengewölbe vor uns. Die Höhle war nicht sehr tief oder Lang, sondern sehr überschaubar. Dennoch gab es einiges zu entdecken.
Von Überresten des 'Naga', der hier wohl gehaust hat und dem man hier wohl huldigt,

über eine angebliche Dinosaurier-Wirbelsäule,

bis hin zu riesigen Stalagmiten wie Stalaktiten. (Tropfsteinen)

Am meisten Freude hatten wir allerdings mit einer beleuchteten Wand. Bzw. mit dem Fakt, dass sie von nur einem Scheinwerfer bestrahlt wurde und dadurch eine super Leinwand für Schattenbilder geliefert hat:
 

 

 


Eine dreiviertel Stunde haben wir damit zugebracht unterschiedliche Bilder an die Wand zu werfen... Aber irgendwann mussten wir leider auch wieder raus aus der Höhle.
Also sind wir zurück durch die engen Treppen

und alle 189 Stufen zurück zum Auto.

(Sry, Zeitsprung... Mir fällt keine Überleitung ein)

Zurück im Projekt sind Jenny und ich ein riesiges Stück weiter gekommen...
Nachdem wir letzte Woche endlich mal Zeit finden, den Papierkram hinter uns bringen und Johannes's Van ausleihen konnten, haben wir auch endlich mal Holz gekauft.

Damit haben wir diesen Freitag 'Templates' gebaut. Also Vorlagen aus dünnem Holz, deren Umriss man auf das tatsächlich zu verwendende Sperrholz pausen kann, um jeden Stuhl möglichst gleich bauen zu können.

Zuerst haben wir die Rückenteile gebaut, um eine Vorlage für die Grundplatte zu haben. So konnten wir die Sitzfläche 1:1 auf das dünnere Holz auf skizzieren. Das heißt wir haben erst eine Seite skizziert und ausgesägt, anschließend gespiegelt und fertig geschnitten, damit es möglichst symmetrisch wird. 😉
 


Wir sind sehr stolz auf uns, dass wir nach 4 Monaten quasi Stillstand innerhalb eines Tages so weit gekommen zu sein.
Außerdem hat Jenny einen sehr guten Job gemacht alle Templates in die richtige Form zu schleifen und meine Stichsägenfehler beizuschleifen. 👌

    Ich bin diese Woche sehr dankbar für Gottes anhaltende Bewahrung und den großen Segen, den ich gerade mehr denn je spüre.
    Dankbar für das Internet, über das ich mit euch im Kontakt bleiben kann. Nicht nur durch Blog, sondern auch über Line und CO
    Außerdem bin ich dankbar für die Position meines Zimmerfensters. Jeden morgen geht vor meinem Fenster die Sonne auf und in diesem Moment sehe ich den großen orangenen Mond aufsteigen.
    Und ich bin sehr froh und dankbar für den großen Fortschritt bei unserem Corner-Chair projekt.

    Beten dürft ihr weiterhin für Chomphuu. Sie ist nicht immer, aber immer wieder krank und/oder liegt mit Bauchschmerzen flach.
    Im Haus ist es schon ein Stück besser geworden. Die Küche wird mittlerweile sauber gemacht, aber es gibt immer noch Problemzonen um die sich niemand kümmert.




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