Samstag, 7. Juli 2018

RICD WCP Expansion



Hey Leute

Es gibt gute Neuigkeiten aus dem Projekt. Wir werden expandieren...


Wie viele von euch wahrscheinlich wissen ist das WCP (WheelChairProject) nur ein Teil des RICD, dessen Räumlichkeiten wir benutzen. Dem RICD haben wir auch Report zu liefern über die Dinge, die bei uns laufen. Darum können wir nicht einfach selber entscheiden, wo wir Schweißen, Lackieren und Flexen wollen. Da wir aber genau in diesen Bereichen in letzter Zeit Schwierigkeiten mit den Wäscherei-Angestellten (die Wäscherei grenzt direkt an den Arbeitsbereich im Warehouse an) bekommen haben, war es uns ein großes Anliegen mehr Platz für diese Arbeiten zu bekommen.
Um dem ein Stückchen näher zu kommen mussten wir also Kontakt zum RICD aufnehmen. Und dazu hatten wir vor kurzem DIE Gelegenheit zu. Einer der Chefs des RICD wollte sich die Arbeit des WCP nämlich einmal genauer anschauen,
die Mitarbeiter kennenlernen und ein Meeting mit unserem Leiter Joey, im Beisein seines und unseres gesamten Teams, halten.


Bei diesem Meeting hat Joey vorgestellt, was wir machen, wie wir helfen und wo wir regelmäßige Distributions veranstalten und was unsere Ziele sind.
Wir werden zum Beispiel Trainings und Fortbildungen anbieten, um örtlichen Mechanikern beizubringen, wie sie Rollstühle reparieren, mit Patienten umgehen, diese richtig vermessen und ins System aufnehmen, damit wir besser kalkulieren können, welchen WheelChair wir für welchen Patient mitnehmen müssen. Das alles soll dorthin führen, dass Zweigstellen in den Regionen eingerichtet werden können, wo wir aktuell am häufigsten auf Distribution fahren müssen. Wenn es soweit ist können wir uns auf die entlegeneren Orte konzentrieren und unsere Zweigstellen von ChiangMai aus mit Rollstühlen beliefern können.
Dadurch könnten wir mehr Rollstühle im Jahr verteilen ohne Qualität einbüßen zu müssen.

Joey's Vision. Durch exponentielles Wachsen der verteilten Wheelchairs
ein exponentielles schrumpfen der Bedürftigen ohne Wheelchair.

Gegen Ende des Meetings hat Joey dann die Problematik mit dem Platz angesprochen. Dazu hat er seine Überlegungen zu einem besser strukturierten Warehouse geteilt, um subtil deutlich zu machen, dass wir dafür mehr Platz bräuchten. Als die Sprache dann tatsächlich auf den fehlenden Platz für Welding (Schweißen) und Painting gekommen ist konnte er unser wahres Anliegen unterbreiten.
Das Ergebnis: Es wird ein neues Gebäude auf dem RICD Gelände gebaut, in das die Kantine umziehen wird. Die ist aktuell gegenüber des Warehouses und weit genug von der Wäscherei entfernt. Dorthin können wir dann unseren Werkbereich und Weldingroom verlegen. Außerdem einen Bereich zum Lackieren nutzen ohne, dass die Dämpfe zur Wäscherei gelangen oder andere wichtige Bereiche stört.

Abriss, um neues zu schaffen

Im Anschluss an das Meeting sind wir dann noch mit dem ganzen Team zum Kantinengebäude gelaufen und haben uns die Situation angeschaut; grob überlegt, wo was hin könnte und wie lang der Umzug dauern könnte.
Gute Nachricht: Alle waren zufrideden.
schlechte Nachricht (für mich): Das neue Gebäude wird vermutlich erst in einem Jahr fertig…



Gebetsanliegen dieser Woche:
- Ich verstehe mich immernoch nicht mit allen Mitarbeitern des Projekt gut. Zwei kann ich noch nicht ganz einschätzen.
- Betet bitte weiter dafür, dass ich mich mit den kommenden FSJlern gut verstehen werde. Vorallem, dass dadurch nicht die Freundschaft mit Stefan zerrissen wird. Er steht dem Thema neue FSJler nämlich sehr skeptisch gegenüber
- In letzter Zeit habe ich das lernen der Sprache etwas vernachlässigt. Habe mich darauf verlassen mit Englisch durchzukommen und die Notwendigkeit aus den Augen verloren… Unterwegs in ChiangMai und vorallem auf dem Markt ist mir dann wieder bewusst geworden, wie wichtig gute Thai Kenntnisse sind… Bitte betet für Motivation und Aufnahmevermögen 🙏

Dankbar bin ich diese Woche dafür, dass wir endlich einen Holzladen gefunden haben, der Holz mit guter Qualität führt 👌 Nicht ganz so stabil, wie deutsches Sperrholz, aber definitiv stabil genug für unser Cornerchair-Project. 🎉
Dankbar trotz Regenzeit bisher die meisten Moped-Fahrten im trockenen geschafft zu haben. Ein paar mal war es sogar so, dass es geregnet hat bis ich mich auf den Weg gemacht habe und wieder angefangen hat, als ich angekommen bin 😀 Die Regenjacke habe ich in den Fällen dann zwar umsonst getragen, aber dafür waren die Straßen sicher.

Außerdem bin ich dankbar, dass ich mich mit Stefan mittlerweile Recht gut verstehe. Er ist sehr in sich gekehrt und zurückgezogen, aber ich habe das Gefühl, dass er mich zumindest mehr und mehr akzeptiert.

Großer Dank geht auch an alle, die mich im Gebet und tatkräftig unterstützen. Dank euch gelingt mein Einsatz. Ihr macht all die Erfahrungen möglich, die ich hier sammeln darf. 👍
Danke auch, dass ich so viel positives Feedback zu meiner Verlängerung bekommen habe.
Es ist gerade immer noch ein Kampf in mir, ob das eine gute Entscheidung war. Ihr geht mir Mut und Vertrauen in Gottes Plan mit mir.
Darauf bezogen dürft ihr auch gerne dafür beten, dass mein Visum rechtzeitig verlängert wird. Die 90 Tage meines aktuellen Visums enden am 16. Juli...

Quelle erstes Bild:
https://www.google.co.th/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwimlJq9go3cAhUQfH0KHS3oCacQjRx6BAgBEAU&url=https%3A%2F%2Fwww.universalfunding.com%2Fusing-invoice-factoring-to-fund-your-expansion-plans%2F&psig=AOvVaw2MZwYXDNk_9LN0zT4srYSN&ust=1531053818431616

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