Hey Leute
Dankeschön für euer konstruktives Feedback.
Falls du noch nichts geschrieben hast: Es ist nie zu spät und ich freue mich über jeden Kommentar und jede Art von Feedback.
Heute geht es um die letzte Distribution von, der wir am Donnerstag wiedergekommen sind. Warum wir fast den Flieger zurück nach Chiang Mai verpasst hätten und
Von Dienstag dem 24. bis Donnerstag den 26.07. waren wir erneut auf Distribution.
Es ging wieder in den schönen Süden Thailands. Nahe Hat Yai in Songkhla haben uns diesmal 68 Patients besucht.

Arbeit mit Kindern bedeutet auch mit den Emotionen zu arbeiten. Ein paar von uns bekommen es super hin die Kinder immer zum Lächeln zu bringen...

Es gab aber auch ganz (un)komplizierte Kinder.

Da wir nur etwa 60-70Km von der Grenze zum muslimisch geprägten Malaysia gearbeitet haben war es wenig verwunderlich, dass auch Muslime mit ihren Kindern gekommen sind. Allerdings wusste ich nicht, dass ich als Mann die muslimischen Frauen und vor allem Mädchen nicht anfassen darf (und sogar nur sehr ungern für medizinische zwecke). Gott sei Dank hat Cece (eine Amerikanerin aus unserem Team) gesehen, dass ich im Begriff war ein muslimisches Mädchen in ihren neuen Rollstuhl zu helfen und hat mich 'abgelöst' und aufgeklärt.
| Sie durfte also nur von Frauen behandelt werden |
Nachdem wir ihren Rollstuhl fertig angepasst haben gab es ein wenig 'pad krapao moo' und 3 weitere Stunden Arbeit.
Nachdem wir die Arbeit beendet und alles aufgeräumt und abgeschlossen hatten, sind wir noch mit ein paar einheimischen auf 'Sightseeing' gefahren.
Unsere Tour ging zuerst (wie auf allen anderen Distributions bisher auch) zu einem Buddhistischen Tempel. Die können zu meiner Verwunderung komplett unterschiedlich aussehen. Einmal war es ein Pyramidenförmiges Mal, wovor man anbeten konnte, dann waren wir einmal in einem großen Gebäude, das wie eine 4-Seitige Pyramide mit rundum-Balkonen in die Höhe ragte...
Doch diesmal war es eine riesige Statue mit diesen signifikanten Haaren und angedeuteter Mönchskleidung, die am Ende einer großen Rasenfläche lag, die mit 3köpfigen Elefanten und anderen Buddhistischen Zeichen und Malen 'geschmückt' war.
| 3 von 3 Bildern: das erste, letzte und einzige |
Ich kann mir übrigens leckereres vorstellen...
Der zweite Tag war wesentlich hektischer, als der erste. Denn obwohl wir fast ausschließlich erwachsene Patienten hatten, die wir teilweise in 5min behandeln können, macht es wohl einen Unterschied, ob man 17 oder 51 Patienten hat. Außerdem fand an dem Tag parallel eine Zeremonie statt und wir mussten bis 14 Uhr alles fertig, aufgeräumt und verpackt haben, um uns schon wieder zurück auf den Weg zum Flughafen zu machen.
| Dr. Samais (am Mikrophon), Khun Oam (Leiterin des WCP, in Grün direkt vor ihm) Das WCP-Team (ganz rechts im Bild) |
Jedenfalls scheint es egal zu sein,ob man Buddhistischer oder Muslimischer Thai ist: Thai ist Thai, und Thais lieben es Fotos mit Farangs (also hellhäutigen Ausländern) zu machen. Darum hat es auch niemanden verwundert, als wir auf dem Weg zum Van richtung Flughafen noch vereinzelt aufgehalten wurden, damit Selfies geschossen werden konnten.
Ein paar Minuten vor Check-in schluss sind wir dann am Flughafen angekommen. Wir mussten zwar das Werkzeug in unseren Boxen etwas umschichten, damit keine Box mehr, als 30Kg gewogen hat, aber diesmal hatten wir kein Übergewicht.
Nachdem wir wieder heil in Chiang Mai gelandet sind und ich zurück in meinem Zimmer zur Ruhe gekommen bin, bin ich sehr nachdenklich geworden.
Es ist schon krass, was heutzutage möglich ist.
Nicht, dass ich schon über 8000Km von Zuhause in einem fernen Land mit komplett anderer Kultur, Zeitlage (Zeitzone) und Mentalität bin 'nur' um fremden Menschen zu helfen. Wir fliegen auch mal eben für 2 Tage ans andere Ende des Landes und entspannen am selben Abend eines anstrengenden Arbeitstages im Süden schon wieder in unseren Nord-Thailändischen Betten...
Ich bin mega dankbar für die Organisationen und jeden einzelnen Freiwilligen, der sich für das Reich Gottes gebrauchen lässt.
Ich bin dankbar, dass Gott mich hier so gut gebrauchen kann und an diesen Platz gestellt hat.
Und ich bin super Dankbar, dass Stefan und ich auf dieser Distribution richtig gut zueinander gefunden haben. Wir verstehen uns jetzt sehr gut und er wird bald mit mir hier im großen Haus Wohnen.
Bitten möchte ich euch für gute Zusammenarbeit im Team zu beten. Seit kurzem ist ein Mitarbeiter wieder da, der fast immer für Chaos sorgt. Wenn er da ist gibt es im Projekt zwei Dickköpfe, die unterschiedlichste Meinung haben und immer Recht behalten müssen. Beiden unterstellt zu sein kann sehr anstrengend sein und macht viele unserer Mitarbeiter ignorant, zumindest gegenüber einem der beiden, und wütend. Das breitet sich dann oft auf das ganze Miteinander aus und das macht die Gesamtsituation dann noch unangenehmer.
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