Hey Leute 😀
eine weitere Woche ist vergangen und wir waren wieder auf Distribution (Verteilung).
Diesmal ging es nach Korat mit dem Flugzeug. Möglich gemacht von einer Gruppe reicher Rotarier, die uns auch die ganzen 4 Tage durchgefüttert haben.Die Distribution ging 4 Tage lang. Zwei Reisetage (Mo+Do) mit jeweils 1h Flug und 2,5h Van Fahrt.
Nach einer durchlebten WM-Nacht von Sonntag auf Montag (das Spiel ging bis mitternacht) haben wir uns um 5:00 Uhr am ChiangMai-Airport getroffen, um in die Nähe von Korat zu fliegen.
11 Tickets haben wir bezahlt bekommen und 75 Kg Gepäck durften wir mitnehmen. Das heißt wir mussten unser privates Gepäck als Handgepäck im Flugzeug transportieren, weil 75kg für, hauptsächlich metallenes, Werkzeug sehr wenig ist. Die 117 Rollstühle, einige Rollatoren, Krücken und Materialien, die wir zum Anpassen brauchten (hauptsächlich Sperrholz und Schaumstoff) wurden 2 Wochen vorher schon mit einem großen LKW vorausgeschickt.
Beim Laden waren die DMG FSJler noch dabei, aber an dem Montag, als wir nach Korat geflogen sind ging auch ihr Flug zurück nach Deutschland. Die vergangenen Wochen waren also auch Wochen des Abschiedes. Bin aber auch schon gespannt auf die neuen FSJler, die Anfang August kommen.
Unser Flug nach Korat war ziemlich chillig. Aber viel zu schnell vorbei 🙃
Am Flughafen wurden wir direkt in Empfang genommen von einer Gruppe Rotary-People mit zwei Vans. Die haben uns zu unserem Hotel gebracht…
Auf direktem Wege?
Nein. Zuerst sind wir essen gefahren. Anschließend haben wir uns einen Buddhistischen Tempel angeschaut und massenhaft Fotos gemacht und machen lassen.
2 Dinge haben bei der Fahrt zum Hotel begonnen und sich durch alle 4 Tage gezogen. Essengehen und Fotos machen. Ich fand es interessant, wie die Menschen auf uns reagiert haben und wie stolz sie waren, Farangs zu Gast zu haben.
Manche aus unserer Gruppe waren allerdings genervt davon, da sie das Verhalten der Rotarier als angeberisch und gespielt zuvorkommend empfunden haben…

Am Nachmittag haben wir uns den Ort des Geschehens angeschaut und die Rollstühle nach Positionen sortiert, damit wir den vorhergesehen Rollstuhl für jeden Patienten in der Hektik einfacher finden konnten. Die folgenden Tage sollten nämlich anstrengend werden.

Nach einem wahrlich festlichen Abendessen am Montag und reichhaltigem Frühstück am Dienstag sind wir mit 11 Mann/Frau in den Tag gestartet mit dem Ziel 60 Patienten auszustatten. Wegen der Zeremonie allerdings, die am Vormittag stattgefunden hat waren es um 14:00 Uhr nur etwa 15 Patienten. das hätte bedeutet, dass wir Mittwoch an die 100 Patienten hätten bearbeiten müssen! Wir konnten aber nicht mehr machen, da bis 14 Uhr niemand außer den 15 gekommen ist…
Gegen 14:30 ging es dann aber richtig los! Innerhalb von ca. 2h wuchs die Zahl der versorgten Patienten auf 47. Nicht ganz unser Tagesziel, aber definitiv eine riesen Entlastung für den folgenden Tag. (auch wenn die letzten Stunden des Dienstags dadurch ziemlich anstrengend geworden sind)
Nach einem deftigen Abendessen,
kurzer Nacht und erneut reichhaltigem Frühstück ging es dann Mittwochmorgen wieder an die Arbeit.
Der Tag war nicht unbedingt entspannter, aber definitiv ausgewogener. Es wurden gemischte Teams gebildet, sodass erfahrene mit mit weniger erfahrenen zusammengearbeitet haben. Außerdem haben sich solche zusammengefunden, die sich gut verstehen, sodass in jeder Gruppe gutes Teamwork geherrscht hat. Außerdem hat eine nahegelegene Honda-Werkstatt ein paar ihrer Mechaniker geschickt. Das war ein großer Segen, da sie Ahnung hatten und wirklich gut mitgedacht haben. Sie waren motiviert und wir haben uns recht gut jit Zeichensprache verstandiver können. Und falls sie es nicht verstanden haben war fast immer ein Übersetzer in der Nähe.
An diesem Tag haben wir 77 Patienten versorgen können. Gegen Ende sind uns zwar die Rollstühle ausgegangen, aber wir mussten nur 3 Personen absagen. Der Grund für den Mangel war, dass die letzten Patienten (und auch mache zwischendrin) nicht angemeldet und daher auch nicht einkalkuliert waren. Wir hatten schon extra-Wheelchairs mitgenommen weil wir wussten, dass manche ohne Anmeldung kommen, aber diesen 3 konnten wir leider nicht helfen.
Da wir etwas länger gearbeitet und auch beim Aufräumen geholfen haben sind wir von der Verteilung ziemlich direkt weitergefahren in ein spezielles Lokal.
Vorher haben wir aber Gott sei Dank Zeit zum Duschen und Sonnenuntergang bestaunen bekommen.
Das Ziel der Rotarier-Vans war ein Karaoke-Lokal. Die Thailänder lieben Karaoke, also haben sie uns kurzerhand auch eingeladen zu einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen.
Begonnen haben ein paar der Rotarys.
Nach einer Pause, in der wir das Essen vom reichen Buffet genossen haben, sind dann ein paar von uns Farangs zu amerikanischen Hits auf die Bühne gestiegen.
Obwohl das alles ziemlich lustig und entspannt war hat nichts die Tochter des Inhabers übertroffen. Sie hat sich ganz ungeniert mit auf die Bühne gestellt und getanzt, sich zu uns auf die Bank gesetzt und auf Thai gute Laune verbreitet.
Einige von uns sind bis Mitternacht geblieben andere wollten lieber noch packen und zumindest nicht zu spät ins Bett gehen. Am nächsten Morgen haben wir uns nämlich wieder früh in den Van gesetzt, sind Essen gefahren und dann ohne größere Verzögerung zum Flughafen. Dort haben wir dann ein kleines Problem mit dem Gewicht des Werkzeugs bekommen. Auf dem Hinflug war es kein Problem, da wir 100kg frei hätte, aber der Rückflug war nur mit 75kg gebucht. Die Rotarier haben letztendlich das Übergewicht bezahlt, aber zuerst sah es so aus, als müssten wir Werkzeug in Korat lassen. Das komische war allerdings, dass wir das wussten und schon für den Hinflug 75kg gepackt hatten.
Am Montag beim Auspacken und Aufräumen werden wir vermutlich herausfinden, was das Übergewicht erzeugt hat…
Die Hauptsache ist, dass alle heil (und satt für die nächsten 3 Tage) zurück sind und den freien Freitag genießen konnten.
Ich bin sehr dankbar für den Frieden, den ich habe über die Entscheidung ein Jahr länger hier zu bleiben.
Dankbar für das gute Teamwork am zweiten Tag. (auch wenn ich mich noch nicht mit allen gut verstehe)
Dankbar mich in der WG mittlerweile auch richtig wohl und ein stückweit Zuhause fühle.
Und dankbar für euren Support. Ich weiß von einigen von euch, die regelmäßig für mich beten.
Hiermit dürfen sich alle meine finanziellen Unterstützer angesprochen fühlen. Danke, dass ihr mir dieses Jahr möglich macht. Ich hätte wahrscheinlich nicht den Mut gehabt zu verlängern, wenn ich euren Rückhalt nicht hätte. Also riesigen, herzlichen Dank für eure liebe Unterstützung. 🙏
Ich habe auch wieder ein paar Dinge für die ihr weiter beten könnt.
- Mein Fuß ist zwar wieder gut verheilt, aber eine Narbe ist etwas fester und nicht ganz eben, sodass sie beim laufen noch etwas drückt. Ich weiß nicht, ob das nur am Anfang so ist oder bleibt, aber bitte betet dafür, dass ich irgendwann nichts mehr von meinen ehem. Verletzungen spüren muss.
- Ein Mitarbeiter, der sogar eine hohe Stellung hat, war im Urlaub, als ich gekommen bin. Als er zurückgekommen ist hat er sich mir nicht vorgestellt und ich habe ihm aus Unwissenheit nicht den Respekt gegeben, der ihm zusteht. Außerdem spricht er ein wenig undeutlich, was zu einem weiteren Missverständnis geführt hat. Er denkt Jetzt, dass ich Englisch grundsätzlich schlecht verstehe. Darum wissen wir jetzt beide scheinbar nicht richtig miteinander umzugehen, weswegen wir uns meistens aus dem Weg gehen oder eher kurze, harsche Worte wechseln. Betet also bitte für die richtigen Worte und Weisheit füreinander, damit wir uns verstehen lernen und dann gut miteinander arbeiten können.
- Zuletzt möchte ich euch noch bitten für gute Kommunikation und Verständnis zwischen den neuen FSJlern und mir. Ich habe bisher noch keinen Kontakt zu ihnen. Betet dafür, dass sie mich früher oder später als einen von ihnen sehen, damit wir gemeinsam ChiangMai und Umgebung erkunden können. Ich bin zwar schon eine Weile hier, habe aber auch bisher das wenigste gesehen. Betet bitte für richtiges Verständnis füreinander und ein cooles gemeinsames Jahr
Grüße gehen diese Woche raus an die Gemeindemitglieder der E.kklesia in Rot am See bei Crailsheim. Ich habe euren Gottesdienst besucht, während ich auf der Bibelschule Kirchberg war. Die meisten kennen mich wahrscheinlich nicht mehr, aber euer Gottesdienst war anders, als ich es bisher kannte (auf eine gute Weise) und was ich besonders geschätzt habe war die Gemeinschaft. Ich hoffe der Umbau an eurem Gemeindehaus schreitet gut voran (wenn ihr nicht schon fertig seid) und ich wünsche euch Gottes reichen Segen für alles, was euch noch erwartet.

















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