Hey Leute,
in letzter Zeit hat sich in meinem Leben viel verändert.
Ich habe immer in Sicherheit und Zukunftsgewissheit Zuhause gelebt. Für mich war immer klar, dass ich nach der Schule eine Schreinerausbildung machen, anschließend Berufserfahrung sammeln und mit 25 meinen Meister machen würde um anschließend in der Firma meines Vaters einzusteigen mit dem Ziel sie auf lang oder kurz zu übernehmen und selbst zu leiten.
In diesen Plan war genau ein Jahr Auszeit, nach der Ausbildung, eingeplant in dem ich Bibelschule und einen kurzen Auslandseinsatz machen wollte. (willkommen zu TheoGo)
Was ich nicht planen konnte war, wie mich Gott verändern würde.
Vor der Bibelschule habe ich meine Entscheidungen immer rationell getroffen. In meinem Kopf eine art Pro/Kontra Liste erstellt und gemacht, was sinnvoller erschien. Mitmenschen und Gefühle haben eine stark untergeordnete Rolle gespielt. Doch genau diese beiden Faktoren sind in der Bibelschule ausgeprägt worden. Das erstmalige auf längere Sicht nicht Zuhause wohnen, mit Menschen, die ich nicht kannte hat dazu geführt, dass ich mich mit Menschen auseinandersetzten musste. Zeit verbringen, Beziehung bauen…
Das kannte ich bis dahin kaum, da ich meine Zeit hauptsächlich auf Arbeit, in geregelten Gruppen oder Zuhause verbracht habe.
Durch das familiäre Zusammenleben auf der Bibelschule und insbesondere durch Erlebnisse, aber auch Konflikte, mit der CREW habe ich gelernt, wie wichtig Beziehung ist. Wenn man sich mit jemandem unterhält geht es nicht nur um Informationsweitergabe, wenn man etwas unternimmt (bspw. Bowlen) geht es nicht darum wer der beste ist, wenn man zusammen arbeitet geht es nicht immer nur darum eine Checkliste möglichst effizient abzuarbeiten… Im Alltag ist es wichtig sich zu strukturieren und eine art roten Faden für den Tag zu haben, aber man sollte den Faden nicht zur roten, unumstößlichen Säule werden lassen.
Während ich mich auf der Bibelschule immer besser kennengelernt habe ist meine Zukunftsplanung immer verschwommener geworden. Der feste Plan, dieses sichere Konstrukt, welches ich mir geschaffen und bis dahin auch von Gott bestätigt gesehen habe wurde von oben nach unten abgetragen. Zuerst habe ich den Gedanken loslassen müssen die Firma zu leiten, dann die Gewissheit eine Familie zu bekommen und ein paar andere Dinge… Das heißt nicht, dass das nicht trotzdem kommen kann, aber ich habe aufgehört zu ‘wissen’, dass meine Zukunft diese Dinge beinhaltet.
Am Ende der Bibelschule wusste ich nur noch, dass als nächstes Thailand dran sein würde. Und das war auch genug. Gott zeigt uns nicht unsere ganze Zukunft. In den seltensten Fällen bekommen wir mehr als den nächsten Schritt offenbart. Selbst wenn wir nichts über unsere Zukunft wissen, dürfen wir uns sicher sein, dass Gott uns spätestens rechtzeitig sagt, was als nächstes ansteht. Auch wenn wir Gottes 'rechtzeitig’ als 'zu spät’ empfinden.
Was mich zu meinem aktuellen Anliegen bringt. Ich werde nämlich länger in Thailand bleiben, als bisher geplant. Mein Visum wird um ein Jahr verlängert werden, sodass ich bis zum 10. Juli 2019 bleiben kann. Ein Rückflugdatum steht noch nicht fest, aber eine Sache ist schon klar: Ich werde finanzielle Unterstützung benötigen.
Es ist wirklich eine tolle Arbeit, die hier aufgebaut wurde und im kommenden Jahr wird kein Schreiner oder Holzbegabter FSJler da sein. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich diese Lücke jetzt füllen und das Cornerchair-Projekt und andere Holzarbeiten ausführen darf. Zusammen mit dem genialen WCP-Team hier vorort.
Gott kümmert sich um alles, was wir brauchen, wenn wir uns für ihn hier auf der Erde einsetzen. In Matthäus 6 steht:
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. 33Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. 34Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.
Matthäus 6:31-34
Matthäus 6:31-34
Für alle, die mich gerne finanziell unterstützen möchten muss ich noch kurz etwas erklären. Ich mache einen ehrenamtlichen Einsatz, organisiert von der DMG.
Die von der DMG ausgesandten ehrenamtlichen Kurzzeitler haben zweierlei Kosten zu tragen. Etwa eine Hälfte kann an die DMG gespendet werden. Diese Spenden dienen zur Deckung der Flugkosten, Bezahlung meiner Auslandsversicherung, unterstützen den Kauf eines Motorrollers in Thailand und werden für die Bezahlung des administrativen Aufwandes der DMG verwendet. Diese Kosten belaufen sich gemeinsam auf etwa 300€ im Monat. Für Spenden an die DMG kann eine Spendenquittung beantragt werden.
Volksbank Kraichgau
Konto-Nr. 269204
BLZ 672 922 00
IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04
BIC: GENODE61WIE
Zweck: K747-Klein Freundeskreis Klein-Nöh, Lukas
Ich könnte auch an meine Heimatgemeinde die EV. Gemeinschaft Deuz Spenden. Wer seine Adresse angibt bekommt auch eine Spendenquittung ausgestellt.
Ev. Gemeinschaft Deuz
Konto-Nr. 0049000722
BLZ 460 500 01
IBAN: DE86 4605 0001 0049 0007 22
BIC: WELADED1SIE
Zweck: Lukas Klein-Nöh FSJ
Zweck: Lukas Klein-Nöh FSJ
Die Kosten für Verpflegung, Miete, laufende Kosten des Motorrollers und dessen Versicherung muss ich allerdings privat tragen. Mit ca. 370€ pro Monat ist das sogar der etwas größere Teil. Um mir für diese Kosten unter die Arme zu greifen müsst ihr allerdings auf mein Privatkonto Spenden, wofür ich euch leider keine Quittung ausstellen kann.
Zusätzlich möchte ich meine
Kontodaten ungern einfach so
ins Internet schreiben.
Aber ihr dürft sie gerne von mir per Mail anfordern
Sobald ich genaueres über das Datum meiner Heimreise erfahre werde ich es per Social Media teilen und im Folgenden Eintrag bekannt geben.
Bis dahin wünsche ich allen eine schöne Woche und Gottes Segen. 🙏
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