Hey Leute
Meine letzten drei Wochen waren sehr ereignisreich.
Nach einer Woche Zwischenseminar in Hua Hin und 8 weiteren Tagen Urlaub in Krabi bin ich gerade ganz schön fertig... Darum kommt der Eintrag heute erst, da wir am Samstag zurück gekommen sind, meinen Sonntag habe ich wieder im Gemeindehaus verbracht, da ich die Menschen vermisst habe und am Montag ging die Arbeit schon wieder los.
Jenni und ich haben alle Prototypen so gut wie fertig gemacht, ein Container mit interessantem Inhalt wollte ausgeladen werden und der Freitag war dann auch schon Jenni's letzter Tag im Rollstuhlprojekt.
Am 18. Januar haben wir uns in Hua Hin, im Baan Nok Kamin (BNK, Haus des einsamen Vogels) zusammengefunden. 'Wir' sind in dem Fall 27 Teilnehmer, ausgesandt von 6 Organisationen in 10 Projekte, die auf 7 Länder verteilt sind und 3 Mitarbeiter. Außerdem Esther, die Hausmutter, mit ihrem thailändischen Team.

Das Haus ist ein ehemaliges Waisenheim, welches vor etwa 30 Jahren 100 Meter entfernt von der Ostküste Thailands gebaut wurde. Es ist eins von >10 BNK-Waisenhäusern, die sich zum Ziel gesetzt haben, sich um thailands Waisenkinder zu kümmern, von denen es jeden Tag 25 mehr gibt. Trotzdem bekommt nur etwa 1/6 von ihnen die Hilfe, die sie benötigen. Das liegt daran, dass sie nicht über Thailand verteilt sind, sondern Brennpunkte entstehen, die akut Hilfe brauchen, sich dann aber auch wieder verschieben.
Das ist auch in Hua Hin geschehen. Daher wird das Haus mittlerweile zum Großteil als Freizeitheim geführt.
| Die Zimmer betritt man von außen. Üblich in thailändisch Schulen, Heimen und CO |
In diesem Haus haben wir jedenfalls das Zwischenseminar gemacht, welches sehr gleichmäßig mit Vorträgen, Ausflügen, freier Zeit und Andachten gespickt war.
Ganz am Anfang des Seminars haben wir Teams gebildet. Die Vorgabe war 5-6 Mitglieder zu finden. Alle mussten aus unterschiedlichen Ländern und von unterschiedlichen Organisationen kommen. Das war ganz cool, da man dadurch direkt ein Grüppchen hatte in dem man sich auch mal intensiver austauschen konnte weil man oft gemeinsam für Spiele, Austauschrunden u.ä. eingeteilt wurde.
Zusätzlich sollte sich jede Gruppe einen spektakulären Namen geben. Wir waren 'The Crazy Tigers'.
Da wir insgesamt 5 Gruppen gebildet haben, aber 10 Kurzzeitler vom Rollstuhlprojekt waren, hat sich Lea unserer Gruppe angeschlossen. Zusätzlich war Lukas (im Vordergrund neben mir) auch Teil der crazy tigers, wodurch ich mir quasi nur die Namen von (links nach Rechts) Lina, Esther und Benja merken musste.
Wir hatten wirklich viel Spaß miteinander. Bei Teamspielen, wie der Strandolympiade und
dem Kugelbahn-Bau
waren wir zwar jeweils weit vom Sieg entfernt, doch das hat unsere Freude und den Spaß nicht gemildert. Der Name war nämlich Programm. Nicht unbedingt Tigers aber crazy waren wir.
So hat mich Lukas zum Beispiel einmal unerwartet, direkt neben einem Abhang, auf seine Schultern genommen.

Mit Lukas habe ich mich auf dem Seminar am besten verstanden. Er macht einen sehr interessanten Einsatz in Südkorea. Seine Organisation setzt sich für Frieden ein. Ich fand es besonders interessant zu erfahren, dass es solche Unstimmigkeiten in Südkorea gibt und worin sie bestehen. Ich habe mir Südkorea immer recht friedlich und Frieden suchend vorgestellt, doch es gibt wohl kein Land ohne innere Unruhen. Vor kurzem hat Lukas einen recht langen und tiefgründigen Rundbrief geschrieben, der Information über das Einsatzland und seine Gedanken zu all dem beinhaltet. Ich habe seine Erlaubnis den Rundbrief weiterzuleiten, falls jemand interessiert ist...
Was ich besonders gut fand war der Austausch mit anderen Kurzzeitlern aus anderen Ländern. Zu erfahren, dass ich mit manchen Fragen, Problemen und neuen Lernfeldern nicht allein bin und Tipps darüber austauschen zu können war sehr ermutigend und hilfreich für mich.
Eine weitere Sache habe ich schon während dem Seminar als sehr positiv wahrgenommen und anschließend noch mehr zu schätzen gelernt, da ich sie anschließend nicht mehr so intensiv hatte...
Zeit zum Nachdenken.
Die 8 vollen Tage vom 24. Januar bis Samstag waren nämlich geprägt von Aktivitäten, Gemeinschaft und gemeinsamem Chillen.
Wenn mich jemand fragt, wie der Urlaub war dann beschreibe ich ihn gern, als eine Art Spannungskurve, die langsam Steigt und sich zum Ende wieder entspannt.
Vom 1. bis zum 6. wurden die Tage immer ein wenig spannender, weswegen wir die letzten beiden als recht entspannt begrüßt haben.
Aber jetzt Schluss mit dem wirren Gelaber... Ich werde versuchen die Zeit möglichst gut zusammenzufassen:
Der erste Tag bestand aus chillen am Strand von Ao-Nang, welcher allerdings sehr touristisch und von Seeigeln übersäht ist.
| Seeigel, von innen... |
Nach einem teuren Mittagessen haben wir dann einen kleinen Pfad entdeckt, der vom Ao Nang Beach in eine Bucht mit schön gepflegtem Privatstrand geführt hat. Dort haben wir dann den Rest des Tages verbracht bis wir zurück nach Krabi gefahren sind, um im Hostel einzuchecken.
Das Hostel hat für seinen Preis echt viel geboten. Jeder von uns hat für 9 Nächte 61€ bezahlt, Frühstück inclusive. Dafür hatten wir einen Balkon mit Waschbecken, einen Gang voller Duschen und Toiletten (Einzelkabinen), eine Klimaanlage und einen Ventilator im Zimmer, mit dickem Vorhang schließbare Schlafkabinen mit kleiner Ablage, Steckdose, eigenem Licht und geräumigem Staufach (mein Koffer hat easy reingepasst), welches mit Vorhängeschloss abschließbar war. Da wir zu siebt unterwegs waren hat es uns nichts ausgemacht, dass die Zimmer 8 Betten hatten.
Der zweite Tag lief ähnlich ab, wie der erste. Nur ganz anders. Wir hatten geplant auf die Railey-Halbinsel zu fahren. Das haben wir auch gemacht mit Hilfe eines Longtailboats:
Wir wollten die Halbinsel erkunden und an verschiedensten Stränden chillen. Das habe wir auch gemacht, aber 2,5h sind wir gewandert und geklettert. Zuerst aufwärts zu einem Aussichtspunkt
Auf dem ganzen Weg hatten Philipp (Freund von Moritz) und Micha leider keine Schuhe an, da sie an diesem Tag in Flip Flops unterwegs waren... Darum haben wir am nächsten Strand (ich hatte mir Barfuß in der Lagune auch einen Schnitt unterm Fuß zugezogen) erstmal unsere Wunden verbunden während wir den Kletterern dort zugeschaut haben.
Da die Longtailboats um 17 Uhr zum letzten mal fahren, mussten wir dann auch bald schon wieder zurück nach Krabi, wo wir unseren Abend hauptsächlich noch damit verbracht haben Preiswertes Essen zu bekommen.
Vom dritten Tag habe ich leider nicht viele Bilder. Wir sind wieder zum Ao Nang Beach gefahren und direkt in die Bucht gelaufen. Dort gab es nämlich einen Kanuverleih. Wir sind 2h auf dem Meer rumgepaddelt,
von Tieren auf unserem Handtuch überrascht worden
und haben auf dem Rückweg den wohl genialsten Sonnenuntergang beobachtet.
An Tag 4 haben wir uns wieder nach Ao Nang fahren lassen, sind diesmal aber etwas weiter gelaufen zu einem Strand mit einer wunderschönen Landzunge auf der ein kleines Wäldchen stand. Das Abenteuer an diesem Tag bestand darin, dass zwischen der kleinen Koralleninsel, zu der ein paar von uns im laufe des Tages unbedingt hin schwimmen wollten, und unserem Strand die Fahrspur von einigen Longtail- und Speed-Boats verlief. Wir mussten also quasi die Wasserstraße überqueren, um unser Ziel erreichen zu können.
Einmal war es ganz schön knapp, aber wir sind alle wieder heil im Hostel angekommen.
Der 5. Tag war wohl am ereignisreichsten, aber noch nicht am aufregendsten.
Der Plan war, dass wir uns Fahrräder leihen und damit zur sog. Tigercave fahren, diese erkunden und dann evtl noch ein weiteres Ziel anzusteuern. Die Fahrräder waren allerdings kaum brauchbar. Bei einem waren die Pedale lose, ein anderes hatte quasi keine Bremsen, kaum eins hatte ein Licht. Dafür hatten aber die meisten platte Reifen...
Plan B: Mopeds leihen. Allerdings haben wir keinen Verleih gefunden, der seine Mopeds versichert hatte.
Wir haben also wieder auf's Song Taew zurückgegriffen.
Das war auch gut so, denn der Tag sollte noch anstrengend genug werden. Als wir nämlich aus dem enttäuschend kleinen Höhlenraum namens Tigercave, nach 3min, wieder heraus gekommen sind, haben wir beschlossen die 1260 Stufen-Treppe hinauf zu einem Viewpoint zu laufen. Grundsätzlich kein Problem, doch die Stufen waren so hoch, dass selbst der Abstieg anstrengend war.
Da der Tag noch zur hälfte vor uns lag, haben wir beschlossen uns auch noch zu einem Nationalpark fahren zu lassen, wo wir uns an einem Wasserfall von der Anstrengung erhohlen wollten. Pustekuchen. Da der Wasserfall an einem Rundweg lag mussten wir uns für eine Richtung entscheiden und haben offensichtlich die falsche gewählt. Ausgeschildert waren 980 Meter Weg. Doch wir waren 2h unterwegs. Der sog. Naturetrail hatte nämlich tatsächlich sehr viel mit Natur zutun. Durch Urwald ähnliche Gefilde, auf Pfaden die teilweise nicht viel breiter waren, als der eigene Fuß, mal auf mal ab ging es zuerst auf einen Aussichtspunkt von dem aus man keine Aussicht hatte. Ich war so enttäuscht, dass ich davon leider kein Foto gemacht habe.
Der erste Ort, an dem ich mein Handy wieder aus dem Rucksack geholt habe war ein kleines Wasserbecken am oberen Ende des Wasserfalls, an dessen oberem Wasserlauf entlang wir anschließend hinabsteigen sollten.
Am Fuße des Wasserfalls angekommen ist uns dann etwas frustrierendes aufgefallen. Wären wir den Rundweg in die andere Richtung gelaufen, hätten wir nach etwa 100 Metern an dem selben Wasserfall chillen können, den wir nach den 2h Wandertrail erreicht haben. Wir hätten uns also die ganzen Strapazen und die Anstrengung sparen können. Andererseits hätten wir nicht den tiefen Wald, die schöne Natur und all die Tiere erlebt. Und, abgesehen davon, dass 2h an nem Wasserfall chillen und von Moskitos zerstochen werden am ende gar nicht soo cool gewesen wäre, konnten wir die Entspannung nach der Anstrengung auch viel besser genießen.
Als wir dann genug vom chillen hatten und die Potatosnacks leer waren haben wir uns zurück nach Krabi fahren lassen und den Abend gemeinsam mit einer leckeren Wonton soup genossen.
Tag 6 sollte wieder ein entspannter Tag auf einer Insel werden. Mit die günstigste Variante war es auf die sog. Chicken island zu fahren. 150 Baht sollte eine Fahrt kosten und 400 Baht mussten wir als Gebühr bezahlen, da die Insel unter Naturschutz steht. Den Namen hat die Insel von ihrem Felsen mit Wiedererkennungswert...
Auf der Insel angekommen sind uns außer dem wunderbar türkisenen Wasser und dem breiten Strand vor allem die Warnschilder aufgefallen. Es wurde gewarnt vor Quallen und vor dem Klettern an Felsen und CO... Wovon auf keinem Schild ein Sterbenswörtchen geschrieben stand war die Gefahr, die von den Affen der Insel und den Piranhas im, maximal Hüft tiefen, Wasser ausging.
Im laufe des Tages sind nämlich Affen aus dem Wald, der direkt an den Strand grenzt, gekommen und waren auf unser Essen aus. Mit böser Mine und angriffslustigem Gemüt haben sie uns nicht mehr an unsere Vorräte heran gelassen, bis sie alle Rucksäcke ausgeräumt hatten.
Bei dem Versuch zumindest ein kleinwenig unserer Habe zu retten hat Hannes sich nochmal vorsichtig an unsere Handtücher herangewagt. Doch er wurde regelrecht verjagt und musste auf allen vieren in Richtung Wasser fliehen.
Diesen Tag würde ich als Höhepunkt unseres Urlaubs bezeichnen. 700 Baht für eine vom Piranha blutig gebissene Wade, unfreiwilliges Füttern der Affen und Wasser, das nichtmal tief genug war, um darin zu schwimmen war ganz schön abenteuerlich. Und obwohl sich das jetzt so negativ anhört haben wir an keinem Tag mehr gelacht. Es sah ganz schön lustig aus, wie einer der Affen die Potatosnack Tüte aufgerissen uns sich eine 'Pommes' nach der anderen genüsslich hinter die langen, scharfen Schneidezähne geschoben hat.
Die folgenden beiden Tage waren dann wieder vergleichsweise wenig aufregend. An Tag 7 sind wir 3,7km auf die Spitze eines Berges gewandert, von dem man einen echt genialen Blick über die Küstenlinie von Krabi hatte.
Außerdem haben wir einen Vorsprung gefunden/gezeigt bekommen, der aus der Felswand herausragte, gut erreichbar und seitlich fotografierbar war. Dort an der Kante zu sitzen und die Füße baumeln zu lassen hat auch Überwindung gekostet und war aufregend, aber nicht so unberechenbar, wie die Affen am Vortag.
Am letzten Tag unseres Urlaubes sind wir dann noch schnorcheln gegangen. Dabei hatten wir ein wiedersehen mit den Piranhas. Doch diese, die wir dort vorgefunden haben, waren überhaupt nicht an den schnorchelnden Menschen interessiert. Sie sind allerdings total auf unsere Bananen und Mango Stücke abgegangen. Potatosnack mochten sie auch, aber den haben sie sich nicht einfach ungefragt genommen...
Außerdem konnte man auf dem Privatboot, das wir uns (incl. Fahrer) für diesen Tag gemietet hatten, auch viel besser und ungestörter chillen, als auf jedem Strand.
Zum Abschluss unseres Urlaubs haben wir dann noch einen Markt besucht, der wohl nur an bestimmten Tagen stattgefunden hat. Dort gab es Live Musik und besonders viele, vielfältige Essens-stände. Wir haben uns also quasi einmal über den ganzen Markt gefuttert. Mein Favorit war die Kartoffel auf dem Schaschlik-spieß.
Mit einer B737 von Thai Lion Air ging es dann am Morgen des 02. Feb für uns nach Bangkok. Am Flughafen von Krabi wurde Moritz aufgerufen und bevor wir in unseren Flieger von Bangkok nach Chiang Mai steigen durften musste sich Hannes bei einem Schalter melden. In beiden Fällen war eine Powerbank im aufgegebenen Gepäck das Problem. Bisher war das bei keiner Airline ein Problem, aber Thai Lion scheint sehr intensiv darauf zu achten... Sehr lobenswert und gut, dass sie darauf achten, allerdings ist uns allen erstmal das Herz in die Hose gerutscht, als wir zu dem Schalter gewunken wurden.
Auf diesem Foto kann man ganz gut erkennen, woran ich die Boeing erkannt habe. Im Gegensatz zu ihrem direkten Konkurrenzmodell, der A320, sieht die B737 tiefergelegt aus. Wegen der geringeren Bodenfreiheit mussten bei den Turbinen der B737 die Unterseiten abgeflacht werden. Die Turbinenkörper der Airbus Maschine sind dagegen perfekt rund.
| Hier nochmal eine B737 im Profil |
Wir sind also Samstag nachmittag wieder in Chiang Mai gelandet und von Lea abgeholt worden.
Das Wochenende hat dann gerade so gereicht, um meinen Koffer wieder auszuräumen. Dann ging gefühlt auch die Arbeit schon wieder 100% los.
Ich habe mich mit Stefan um das Regal für den Container gekümmert.

Das linke ist jetzt schon fertig. Nur das Holz fehlt noch dafür. Nach einigen Absprachen haben wir uns dann auch auf die genauen Maße für das rechte Regal geeinigt.
Wie schon erwähnt sind Jenni und ich auch mit den Cornerchair-Prototypen soweit fertig geworden. Jetzt haben wir eine kleine, eine mittlere und eine große Größe. Ich finde es echt lustig den großen mit dem kleinen Prototypen zu vergleichen. Im Vergleich zum großen sieht der kleine nämlich, wie die miniatur-Spielzeug Version eines Cornerchairs.
Cornerchair S und L haben wir dann am Dienstag schon zum Polsterer gebracht. Wenn sie von dort wieder kommen kann ich mich noch darum kümmern, das sie Sitz- und Brustgurte bekommen. Außerdem werde ich noch an einer LEGO-Style Bauanleitung arbeiten. Dann wird das Cornerchair Project abgeschlossen sein. Wir können leider nicht in Massenproduktion gehen. Aber wir haben ein großartiges Vermächtnis hinterlassen an dem hoffentlich viele Kinder und Familien profitieren werden.
Am Freitag haben wir dann noch einen Container aus Deutschland bekommen.
Beim öffnen der schweren Türen haben wir einen Zettel bemerkt. Dieser Zettel hat uns darüber informiert, dass dies ein besonderer Container ist. Nämlich der 100. dieses deutschen Spenders. Und er sollte auch ein paar besondere Inhalte haben. Als erstes sind uns zwei Nähmaschinen aufgefallen. Von diesen können wir gerade alle gebrauchen, die wir bekommen können, da wir gerade nur eine wirklich zuverlässige im Projekt haben.
Als nächstes hat Mr. S eine weitere ominöse Box gefunden, die uns besonders viel Freude bereiten sollte.
Dieser Karton war voll mit Schokolade. Deutscher Schokolade. Die ist hier in Thailand nicht nur unter den deutschen, sondern auch besonders unter den Thailändern sehr beliebt. Also solltet ihr jemals zu besuch kommen wollen packt auf jeden Fall Schokolade ein. XD
Während des Ausladens haben wir immer mehr Sticker mit 5 Stelliger Ziffer verwendet. So gut wie alle haben mit den Zahlen 149 begonnen. Die 15000 war also schon in greifbarer Nähe. Und dann war es soweit. 😃 Auf einmal hatte ich tatsächlich den Sticker mit der Nummer 15000 am linken Zeigefinger kleben. Ich war also der glückliche, der den 15 Tausendsten Rollstuhl ins System aufnehmen durfte 😊 und glücklich war ich definitiv. Es war mir eine sehr große Ehre! :D
Zusammen mit Jenni habe ich den Rollstuhl auf Mängel geprüft, ausgemessen und Cece zum einsortieren ins Regal gegeben.
An den wenigsten Rollstühlen dieses deutschen Containers war etwas auszusetzen. Und wenn ein Mangel bestand war er eher nebensächlich. 👍
Am Ende der Rollstühle war noch Container übrig... Und ein großes, in blaue Folie eingepacktes Etwas.
Mit Hubwagen und Gabelstapler war es trotzdem noch umständlich das Paket aus dem Container zu holen und ins Warehouse zu bringen. Doch wir haben es geschafft und waren gespannt, wie der Inhalt genau aussehen würde.
Wir wussten nämlich schon, was drin sein würde, aber hatten keine wirkliche Vorstellung davon, wie es aufgebaut sein könnte...
Nach einigem herumraten und positionieren stand sie dann vor uns.
Kleiner als erwartet, geräumiger, als gedacht. Sie muss natürlich noch einen endgültigen Platz finden und angeschlossen werden, doch jetzt ist sie da.
Mit dem jubiläums Container angekommen.
Am Freitag den 08.02.2019 bzw. 2562 für manche Thais
Es ist eine Waschmaschine für Rollstühle. 😱
Das ist wirklich eine große Sache für uns.
Manche Rollstühle kommen in einem sehr dreckigen Zustand an, werden während des Transportes dreckig oder einfach Staubig und unschön, während sie bei uns in den Regalen stehen.
Bisher haben wir dann immer auf unseren Hochdruckreiniger und Alkoholtücher gesetzt, doch die Zeiten sind jetzt vorbei. 👌
So. Jetzt habe ich euch genug mit meinem endlos langen Blogeintrag beschäftigt. Cool, dass du dir das alles durchgelesen hast. 🙃
Ich bin dankbar für das gute Gespräch mit Jenni über die Zukunft des Cornerchair Projects. Wir werden es mit der Anleitung zum Bau der Sitze abschließen und unsere Arbeit, unseren Fortschritt Gott in die Hände geben. Er kann Menschen schicken, die Interesse und Willen haben diese Sitze zu bauen und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Dankbar bin ich auch, dass uns während des Urlaubs nichts schlimmes passiert ist. Ich erlebe gottes Bewahrung in letzter Zeit wieder ganz besonders. Am Donnerstag war ich nämlich wieder verwickelt in einen Unfall. Doch Gott sei dank ist mir nicht mehr passiert, als eine harmlose Prellung an der Hüfte.
Außerdem bin ich dankbar noch ganze 4 Monate hier arbeiten zu dürfen. Ich werde jetzt noch etwa genau so lang in Thailand bleiben, wie ich ursprünglich hätte hier sein sollen... Dieser Gedanke sprengt mir gerade ein wenig meinen Kopf...
Beten dürft ihr gern für das Ehepaar, das mit mir den Unfall hatte. Dadurch, dass ihre Fußstütze beim vorbeifahren an meiner vordere Federgabel hängen geblieben ist, haben sie die Kontrolle über das Moped verloren. Daraufhin sind sie umgefallen und noch ein paar Meter weitergerutscht. Daher haben sie jetzt einige Schürfwunden und die linke Hand des Mannes hat ordentlich geblutet. Bitte betet dafür, dass ihre Wunden gut verheilen, sie ihren Alltag normal weiterführen können und bei den Verhandlungen fair bleiben. (oft werden Ausländer in solchen Situationen übers Ohr gehauen. Doch ich werde Johannes dabei haben, der fließend Thai lesen und sprechen kann und sich in deren Rechtssystem sehr gut auskennt)
Dankeschön für eure Unterstützung.
Falls noch Fragen offen sind schreibt mich gerne an oder nutzt die Kommentar-Funktion, wenn die Frage direkt für alle geklärt werden soll.
Gott segne dich. 🙏
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