| Chiang Mai 16.02. 9:15 Uhr |
Seit neuestem bin ich Raucher...
Durchschnittlich rauch ich in letzter Zeit 4 Zigaretten am Tag.
Esseidenn ich trage meine Maske.
Die Anzahl der Zigaretten am Tag errechnet sich nämlich aus der Menge an PM2,5 Partikeln in der Luft. Diese werden zu 90% von der Maske gefiltert. Theoretisch würde ich also nur die Schäden von 0,4 Zigaretten am Tag erleiden, was etwa dem Wert ohne Maske von Berlin entspricht.
Doch wie isst man mit der Maske?
Naja. Es gab schon Ansätze...
Wir sind allerdings zu dem Schluss gekommen, dass es einfach mehr Sinn (oder am wenigsten Unsinn) macht, wenn man einfach ohne Maske isst. Und auch Schlafen, trinken und sportliche Aktivitäten sind nur eingeschränkt möglich mit der Maske. Darum hoffen wir in letzter Zeit einfach darauf, dass die Luft in Gebäuden grundsätzlich besser ist, als draußen und nehmen sie daher auch häufig ab.
Wenn ihr aktuelle Informationen zu unserem derzeitigen AQI (Air Quality Index) haben wollt könnt ihr einfach auf airvisual.com die Werte der top 85 Städte mit dem schlechtesten AQI abrufen und mal selbst vergleichen wie schlecht es tatsächlich um deutsche Städte wie München, Berlin und Stuttgart im Vergleich zur Welt bestellt ist.
![]() |
| 12. Februar |
Zu der Zeit dachte ich noch das wär normal und hier in Thailand einfach Standard, dass der Himmel orange wird bevor die Sonne untergeht. Mittlerweile weiß ich das allerdings besser, denn bis vor ein paar Tagen habe ich das Phänomen nicht mehr beobachten können.
Es liegt also an der verschmutzten und ungesunden Luft, dass die Sonnenstrahlen sich in den Partikeln fangen, reflektieren und zum größten teil nur das orangene Licht durch lassen.
| Hier ist nur die Sonne orange, in extremen Fällen erstrahlt der ganze Partikel-gefüllte Himmel in orange. |
Es ist auch erstaunlich, wie leicht es fällt direkt in die Sonne zu schauen, wenn sie zu diesem orangenen Ball am Himmel wird. Ihr Licht wird offenbar zu so einem großen Teil geblockt, dass man keine Probleme mehr hat die Sonne direkt und über längere Zeit anzuschauen...
Interessant fand ich auch zu beobachten, dass die schlechte Luft ganz unterschiedlich wahrgenommen wurde. Von Sonntag bis Mittwoch waren nämlich einige vom Rollstuhl-Team gar nicht in Chiang Mai. Sie haben sich in Lobpuri aufgehalten, wo die Luft am Dienstag nicht auf einmal so schlecht geworden ist.
![]() |
| Werte Historie von Chiang Mai |
Die spannenden Momente unserer Woche waren eine in Zwei gerissene Nockenwelle,
Japanisches Curry als Abschiedsessen von zwei deutschen Freunden,
Die Fertigstellung des ersten Rahmenkonstrukts für den Container,
einem Ort, den ich mir definitiv mit vollem Akku und genug Speicher nochmal besuchen werde
und unser kleiner Maskenball.
![]() |
| Bild von Hannes |
Eine Sache, die mir persönlich in dieser Woche wichtig geworden ist möchte ich euch zum Abschluss auch noch kurz mitgeben.
Nutzt die Zeit, die ihr habt.
Manche Dinge, die einem im ersten Moment nicht sehr wichtig erscheinen, werden oft später wertvoll. Weil man aber zuvor nicht eingesehen hat, warum man sich dort hinein investieren sollte bereut man später, dass dieses Wissen/Können nicht hat.
Darum "Kauft die Zeit aus" (Eph 5:16a) und hört nicht auf zu lernen.
![]() |
| Mit 'Bible Lens' erstellt |
Ich bin dankbar, dass unsere Atemmasken so zügig angekommen sind. Denn bis die Regenzeit wieder beginnt (April-Mai) wird die Luft vermutlich so schlecht bleiben bzw. schlechter werden...
Dankbar bin ich auch für die weiter wachsende und sich verbessernde Gemeinschaft unter uns Kurzzeitlern. Langsam aber sicher wird der Zusammenhalt so, wie ich ihn mir von Beginn an gewünscht habe. Aber ich sollte wohl erst lernen, dass man solch eine Gemeinschaft weder erzwingen, noch künstlich herbeiführen, kann sondern dass die in einem Prozess entstehen muss.
Besonders dankbar bin ich aber darüber, dass ich hochrangige Unterstützung im Falle meines Unfalles bekomme. Bisher hat sich die Gegenseite immer noch nicht gemeldet, obwohl der Unfall mittlerweile 1,5 Wochen her ist.
Bitte betet dafür, dass ich noch offener gegenüber 'fremden' Menschen werde. Dass ich nicht warte, bis sich jemand mir vorstellt, sondern es der Person einfacher mache z.B. ins Rollstuhlprojekt rein zukommen indem ich den ersten Schritt gehe. Mit echtem Interesse an der Person und nicht nur höflicher Formalität.








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen