Sonntag, 13. Mai 2018

Tagestrip Mon Chaem



Am Samstag sind 4 von uns FSJlern mit einer Thailänderin und 3 Mopeds auf den etwas weiter entfernten Mon Chaem gefahren. Da wir mit einer >1h langen Fahrt gerechnet haben bin ich schon morgens mit meinem Roller einmal zur Tankstelle, weil mein Tank etwas kleiner ist, als die der anderen. Trotzdem musste ich etwa auf halber Strecke nochmal tanken, weil es sonst nicht gereicht hätte, um den Berg hoch zu kommen. Ich überlege daran mir ein anderes Moped zuzulegen, um problemlos auch mal weitere Ausflüge machen zu können.
Spitzname: "Säufer"



Das nächste Problem gab es dann bei der Auffahrt. Die Bergstraßen hier sind teilweise gerade den Berg hoch gebaut, wodurch es an einigen Stellen ziemlich steil wird. Regelmäßig lag die maximale Geschwindigkeit bei 15 Km/h und ab und zu musste auch mal jemand absteigen und ein kurzes Stück laufen, damit man überhaupt weiter kam…
Die Mopeds sind dementsprechend an ihre Grenzen gekommen und das der Thailänderin hat schließlich ca. 10min vor dem Gipfel den Geist aufgegeben.
So ist aus einer 1h Fahrt eine 2h Tour geworden.

Doch der Ausblick hat alle Anstrengung und Aufregung entschuldigt! Auf einem Kamm endet die Straße und von dem dort liegenden, wundervoll angelegten Bereich mit kleinen Hütten, verspielten Gärten, bambus Terrassen und Feldern hat man einen genialen Blick in zwei Täler hinein.
Damit ihr euch das besser vorstellen könnt hier ein paar Bilder:
 




 




Dort auf dem Gipfel konnte man auch sowas wie Seifenkiste nur in noch unsicherer fahren.
Gelenkt wird mit den Beinen und gebremst wird über ein Kantholz, das mit Hilfe eines Seilzuges gegen die Hinterreifen gedrückt wird. Gott sei Dank sind wir alle heil den Hang herunter gekommen und es hat sogar wesentlich mehr Spaß gemacht, als ich es im ersten Moment erwartet hätte.



Nachdem wir noch ein wenig die Aussicht genossen hatte wurden wir alle langsam aber sicher hungrig. Also haben wir uns auf den Rückweg gemacht und am Wegesrand ein Café entdeckt. Es heißt Eden Coffee und wird von einer christlichen Thailänderin betrieben. Sie ist dabei eine wunderbare Oase zu schaffen, wo sich alle wohlfühlen können.




 




Dort sind wir keine Minute zu früh eingekehrt, denn kurz nachdem wir bedient wurden fing es an zu Winden. Das ist hier immer ein deutliches Zeichen auf Regen, der dann auch kam… Und wie. Die Straße war zeitweise nicht mehr zu erkennen. Es sah aus, als wäre dort nur noch ein steiler, reißender Fluss.

 






Wir haben die Zeit dann genutzt, um ein wenig auszuruhen, das Essen und jeweilige Kaltgetränk zu genießen und manche auch zum Schlafen. Ein Mechaniker war sogar so nett das Moped der Thailänderin in der Zeit zu reparieren, sodass wir nach dem Schutt zu fünft mit allen drei 🚲 wieder herunter fahren konnten.

Bei gutem Wetter, prallender Sonne und nur noch feuchter Straße ging es dann zurück durch den Stadtverkehr. Als naiver Farang denkt man natürlich: "nice. Dann werde ich schön braun".
Tja... Erstmal wird man aber ziemlich rot. 😂
 





Letztendlich war es aber ein sehr guter Tag und ich hoffe noch einige dieser Art hier erleben zu dürfen 👍

Und in diesem Sinne möchte ich mich nochmal ganz herzlich bedanken bei allen, die mir diesen Einsatz ermöglichen. Ganz besonders bei jedem einzelnen, der regelmäßig und ausdauernd für mich betet. 🙏 Diesen Segen der mir dadurch geschenkt wird spüre ich jeden Tag. 👌 Allein die Bewahrung auf den Straßen hier ist allgegenwärtig.
Dankeschön 😊


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