Sonntag, 3. Dezember 2017

Zusammenfassung III


Hey Leute
Hier ist nun schon meine dritte Zusammenfassung.
Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die Zeit mittlerweile vergeht.
Die letzten 2 Monate haben sich so angefühlt, wie die ersten 3 Wochen...
Und dennoch ist in den letzten Wochen einiges passiert, wovon ich jetzt erzählen will.

Das Ende des Herbstes haben wir noch viel draußen verbracht. Haben Volleyball gespielt Fahrradtouren gemacht und oft war sogar die Terrasse noch belegt.





Doch das ist vorbei. Der erste Schnee liegt jetzt bei uns und immer seltener sieht man Menschen draußen sitzen. Im Pavillon (Haus mit den Schlafräumen, Wohnzimmer und Bibliothek) wird das Leben auch allmählich ruhiger. Das merkt man daran, dass die roten Sofas beim Eingang immer seltener besetzt sind.
Dort wurden oft bis spät in die Nacht hinein Theologische Themen besprochen und teilweise sogar heiß diskutiert. Ganz zum Leidwesen meinerseits, denn mein Zimmer grenzt direkt an den Eingangsbereich. Da ich hier versuche gegen halb 10 abends zu schlafen bin ich sehr froh, dass es ruhiger wird.

 




Die Aufgaben der PA (Praktischen Arbeit) verschieben sich auch immer mehr. Es werden immer weniger Blätter aufgefegt sondern Schnee geschaufelt. Außerdem wird die Büroetage ausgemistet und kleinere Reparaturen getätigt. Der Pavillon hat neue Schuhregale bekommen und ich bin mit der Aufgabe betraut Transport-Kästen zu bauen, um eine Theke, die für Außeneinsätze gedacht ist, besser verstauen und transportieren zu können.





Das mache ich zusammen mit Johannes. Er stellt sich auch sehr gut an 😃. Mit Akkuschrauber und Schlag-Tacker hat er sehr schnell gelernt umzugehen.
Er hat sich darum gekümmert, dass der polsternde Teppich auf die Bauteile kommt und mit angepackt bei Zuschnitt, Schleifen und zusammenschrauben. Beim Verschleifen und Klappe anschlagen hat uns sogar Elaine geholfen. 👌
Ich bin den beiden sehr dankbar, denn allein hätte ich das wahrscheinlich nicht so hinbekommen.





Während dem Bauen der Kästen sind Johannes und ich uns näher gekommen. Wir haben zwar immer noch einige Unterschiedlichstkeiten und er versteht, wie ich, manche Motive und Vorgehensweisen des anderen noch nicht, aber es wird immer mehr ein Miteinander statt nebeneinander her...
Zwecks Schlafrhythmus haben wir auch eine Lösung gefunden. Nämlich startet um 06:00 Uhr ein Vibrationsalarm, der mich weckt. Bis 06:40 Uhr mache ich dann die Stille Zeit in meinem Bett, damit ich ihn beim Verlassen des Zimmers nicht wecke.
Mittlerweile beten wir sogr regelmäßig vor dem schlafen gehen. Also bevor ich schlafen gehe. Er kommt extra gegen 21:55Uhr ins Zimmer, damit wir gemeinsam beten können. Oder er ist bis dahin im Zimmer und räumt seine Schulsachen anschließend in die Bib (Bibliothek), damit er noch etwas weiter lernen kann.
Da Johannes aber noch nicht weiß, ob er verlängern oder Arzt werden soll ist für mich gerade schwierig abzuschätzen wie es nach diesem Trimester auf der Bibelschule weitergehen wird. Muss ich mich auf jemand neuen einstellen, (auch wenn das unwahrscheinlich ist:) wird mein Zimmer zum Gästezimmer oder bleibt alles beim Alten?



Eine große Neuigkeit ist denke ich, dass ich mir seit Samstagabend das Gitarre spielen beibringe. Ganz nach dem Motto: "Jeder Christ ein Gitarrist" leih ich mir regelmäßig Lauras Gitarre aus und zupf ein wenig vor mich hin. Ein, zwei Akkorde kann ich auch schon spielen, aber lange nicht gut genug, um begleiten zu können. Zupfen macht außerdem auch viel mehr Spaß 😉 Komponieren lässt sich auf der Gitarre ebenfalls besser als auf meiner Geige. Ich hab zwar immer noch keine Ahnung von Tonlagen und Akkorden, aber wenn man eine Melodie im Kopf hat ist es leichter den Finger in einen Bereich legen  zu können, als ihn auf einem Steg ohne Abgrenzungen suchen zu müssen. 🙈



Mich immer wieder zwischendurch zu verkrümeln und ein wenig zu zupfen hat sich auch zu einem guten Ausgleich entwickelt. Ob ich die letzte halbe Stunde vor dem Schlafengehen nutze oder eine Pause vom Lernen brauche, in beiden Fällen ist es mir ein geschätzter Zeitvertreib geworden.
Und apropos Lernen...
Die Dichte der Abgaben, Referate und Tests steigt. Für Mittwoch ist der AT-Bibelkunde Test anberaumt, wofür wir Gliederungen, Besonderheiten, Überblicke, zeitliche Einordnungen und Lernverse des Pentateuch (1.-5.Buch Mose), Josua, Richter, Ruth 1.+2. Samuel und 1.+2.Könige können müssen. Ich werde in nächster Zeit also recht wenig Zeit haben weitere Blogeinträge schreiben zu können.
Historisch-Kritische Theologie ist mittlerweile abgeschlossen. Das Fach wurde recht kurz gehalten. In 6 Schulstunden wurde uns die Theorie näher gebracht und erklärt. Dann wurde ein Kurztest geschrieben und wir konnten noch unsere Fragen und Unklarheiten anbringen.
Mein Fazit: Die Historisch-Kritische Theologie versucht durch systematischen Zweifel zu einem Wahrscheinlichkeitsurteil zu gelangen. Doch grundsätzlich zu bezweifeln, was in der Bibel steht bringt meiner Meinung nach niemanden weiter. Das System der HK-Theologie ist zwar in sich schlüssig, doch es zweifelt und kann nicht wirklich aufklären. Übrig bleiben dann immer nur noch mehr Zweifel. Doch Gott möchte uns keine Zweifel, sondern Glauben ins Herz legen.
Darum werde ich nach wie vor den Worten der Bibel glauben und bin froh jetzt unterscheiden zu können, ob jemand tatsächlich Bibeltreu oder eher Historisch-Kritisch Verkündigt...



Was mich aber sehr fasziniert und einen echten Mehrwert gibt ist die sog. Synopse der Evangelien. Hierbei vergleicht man Erzählungen von Matthäus, Markus und Lukas (wenn möglich auch Johannes) und schaut, wo es Übereinstimmungen gibt und was evtl nur in einem Evangelium geschildert ist. Zum Beispiel wird der Seewandel Jesu nur in Matthäus, Markus und Johannes erzählt. Lukas schreibt gar nichts von Jesus auf dem See.
Wusstet ihr außerdem, dass Petrus nur nach Matthäus' Erzählung aus dem Boot gestiegen ist? Markus und Johannes schildern, dass Jesus zum Boot kommt und einsteigt.
Johannes erzählt außerdem als einziger, dass das Schiff sowie Jesus eingestiegen ist schon am Zielufer ankommt obwohl die vorige Schilderung glauben lässt, dass sie irgendwo in der Mitte des Sees sind.
Die verschiedenen Erzählungen lassen sich Erklären mit den Motiven ihrer Autoren. Die drei setzen verschiedene Schwerpunkte:






Markus: Popularität Jesu
              - Hier muss Jesus die Menge extra wegschicken und dazu auffordern zu gehen.
Johannes: Epiphanie (Erscheinung/Übernatürliches)
              - der See wird aufgewühlt
              - sowie Jesus eingestiegen ist befinden sie sich schon an Land
Matthäus ist der einzige, der 2 Schwerpunkte setzt:
                1. Vertrauen
              - Bericht über das Vertrauen des Petrus auf das Wasser zu steigen
                2. Glaube
              - 'du bist wahrhaftig Gottes Sohn' sagen die Jünger nur bei seinem Schluss



An einem Wochenende habe ich die CREW mit ins Siegerland genommen.
Dieses Wochenende war recht voll...
Da wir 5,5h für die Hinfahrt gebraucht haben konnten wir vor dem geplanten Besuch der Primetime (Worshipabend) nichts mehr Essen oder unsere Sachen zuhause abladen. Bis spät haben wir mit der regionalen Band Söhne&Töchter Lobpreis Lieder gesungen und eine tolle Andacht von Samuel Epp gehört. An diesem Abend sind wir sehr spät nachhause gekommen und wollten nur noch schlafen.
Am nächsten Vormittag hab ich die CREW dann ein wenig in Siegen herum geführt. Zuerst haben wir uns in der CityGallerie von einem Menschen vollabern lassen, der eine Meinungsumfrage vor der Müllerfilliale gemacht hat. Anschließend sind wir hoch zum Schlossgarten und natürlich haben wir auch Halt bei der Nikolaikirche und Bilder von dem Wahrzeichen des Siegerlandes gemacht... Dem Krönchen.
Den Nachmittag haben wir mit Lernen und Raclette essen verbracht und anschließend 'Alles steht Kopf' geschaut.
Sonntagmorgen waren wir im Gottesdienst meiner Heimatgemeinde... An diesem Morgen ging es um den Heiligen Geist, was anschließend noch zu interessanten Konversationen und Diskussionen mit dem Prediger aber auch nachträglich zu Tisch gesorgt hat.
Nach einem kurzen Mittagessen sind wir dann auch schon wieder zurück zur Bibelschule gefahren. In 3,5h waren wir zurück, sodass Tabea hier direkt den nächsten Worshipabend besuchen konnte. 😃

Mit dem beginn der Adventszeit verbinde ich immer etwas gemütliches und ruhiges. Dadurch, dass es draußen jetzt permanent kühl ist kann ich Dinge vor dem Fenster lagern für die ich sonst immer zum Kühlschrank im UG hätte laufen müssen. Jetzt genieß ich gerne mal eine Tasse Milch beim lernen oder in einer gemütlichen Lernpause mit Schokobanane. 😉
In diesem Sinne n'guadn und eine frohe Adventszeit.

Meine Gebetsanliegen:
Dank
- Ich bin wirklich glücklich für das Privileg hier auf er Bibelschule sein zu dürfen und für 6 Monate ungezügelten Input zu bekommen
- Die wachsende Beziehung zu Johannes macht mir hier viel leichter, weil der zwischenmenschliche Druck genommen wird
- Für die grundsätzlich gesegnete und gute Gemeinschaft hier auf der Bibelschule.

Bitte
- In nächster Zeit kommt echt viel auf mich zu und ich muss mir die Zeit echt gut einteilen, dass ich bis zu den Prüfungs- und Abgabeterminen alles fertig habe
- Um Konzentration. Je mehr das hier mein Alltag wird, desto mehr Ablenkungen habe ich, die mich immer öfter davon abhalten zu lernen
- Für alle, die nach diesem Trimester gehen, dass sie das gelernte in ihrem Alltag umsetzen können.

Riesen großer Dank geht nochmal raus an alle, die so beständig für mich beten. In der Gebetsstunde, vor dem Gottesdienst und privat. Danke für jegliche Unterstützung. Ihr sorgt dafür, dass das ein wirklich gesegnetes Jahr ist und wird.

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