Hallo liebe Geschwister im Glauben, BeterInnen und Blogleser.
Ein Monat ist meine letzte Zusammenfassung jetzt her. Mir kommt es vor ´wie maximal zwei Wochen. Dennoch sind ein paar Dinge passiert, die ich auch denen mitteilen möchte, die keinen Internetzugang haben.
Johannes schläft jetzt bei Joel im Zimmer, ich bin als Geigenspieler fester Bestandteil des Gebetsmorgens am Mittwoch, eine Woche zu fasten war eine gute Entscheidung, Gott ist wahrlich anwesend und segnet die Gemeinschaft hier auf der Bibelschule...
Mein Zimmergeselle Johannes und ich verstehen uns zwar nach wie vor ganz gut, aber unsere Schlafgewohnheiten sind halt wie die meisten anderen Eigenschaften nach wie vor vollkommen unterschiedlich. Er geht spät schlafen und würde lieber etwas länger schlafen und ich geh lieber früh schlafen, um die morgendliche Ruhe für meine Andacht zu nutzen. Darum hat er seine Schlafsachen in Joels Zimmer gebracht und schaut, ob er damit besser klar kommt.
Immer Mittwochs findet der Gebetsmorgen statt. In der 4. und 5. Stunde kommen alle 52 Schüler, die gesamte Lehrerschaft und alle, die im Hintergrund arbeiten (Schulleiter, Küchenteam und CO) zusammen. In den ersten beiden Wochen haben sich die neuen Schüler vorgestellt und es wurde für jeden gebetet. Normalerweise gibt es eine Worship-zeit und anschließend stellt jemand ein Projekt vor. Meistens kommt jemand von einer Missionsgesellschaft. Interessanterweise war diese Woche jemand von WEC da. Mit dieser Organisation ist Achim aktuell in Tasmanien.
In letzter Zeit wurde ich immer öfter gefragt, ob ich in beim Worship nicht mit der Geige mitspielen will. Ich habe natürlich nicht nein gesagt und es macht wirklich viel Spaß die Lieder zu begleiten 😁
Irgendwie habe ich aber das Gefühl Judit (aus der 3. Klasse) damit ihre Aufgabe genommen zu haben. Sie spielt auch Geige und hat bei unserem Einschulungsgottesdienst gespielt.
In mir ist seit ich hier bin immer mehr der Wunsch gereift zu fasten. Also habe ich mich ein bisschen schlau gemacht und dann eine Woche lang auf jeden Genuss verzichtet und täglich 1-2 trockene Scheiben Brot gegessen und Wasser getrunken. Für ein paar Vitamine hab ich auch an manchen Tagen einen Apfel gegessen. Meine Motivation war es die Nähe zu Gott ganz bewusst zu suchen und meine Beziehung zu ihm zu stärken. Darum habe ich die 3x 30min Essenszeit genutzt um eine Andacht zu lesen, zu beten und/oder Geige zu spielen. Gott hat in dieser Woche ganz besonders zu mir gesprochen und ich hatte Zeit in mich selber hinein zu schauen. Bevor ich mit dem Fasten begonnen hatte habe ich mit Kathrin (unsere Seelsorge Lehrerin) schon einen Gesprächstermin ausgemacht. Der war am Ende der Fastenwoche was sehr gut gepasst hat. So konnte ich meine Gedanken in dem Gespräch mit einer außenstehenden ordnen und besprechen.
Mein Zimmergeselle Johannes und ich verstehen uns zwar nach wie vor ganz gut, aber unsere Schlafgewohnheiten sind halt wie die meisten anderen Eigenschaften nach wie vor vollkommen unterschiedlich. Er geht spät schlafen und würde lieber etwas länger schlafen und ich geh lieber früh schlafen, um die morgendliche Ruhe für meine Andacht zu nutzen. Darum hat er seine Schlafsachen in Joels Zimmer gebracht und schaut, ob er damit besser klar kommt.
Immer Mittwochs findet der Gebetsmorgen statt. In der 4. und 5. Stunde kommen alle 52 Schüler, die gesamte Lehrerschaft und alle, die im Hintergrund arbeiten (Schulleiter, Küchenteam und CO) zusammen. In den ersten beiden Wochen haben sich die neuen Schüler vorgestellt und es wurde für jeden gebetet. Normalerweise gibt es eine Worship-zeit und anschließend stellt jemand ein Projekt vor. Meistens kommt jemand von einer Missionsgesellschaft. Interessanterweise war diese Woche jemand von WEC da. Mit dieser Organisation ist Achim aktuell in Tasmanien.
In letzter Zeit wurde ich immer öfter gefragt, ob ich in beim Worship nicht mit der Geige mitspielen will. Ich habe natürlich nicht nein gesagt und es macht wirklich viel Spaß die Lieder zu begleiten 😁
Irgendwie habe ich aber das Gefühl Judit (aus der 3. Klasse) damit ihre Aufgabe genommen zu haben. Sie spielt auch Geige und hat bei unserem Einschulungsgottesdienst gespielt.
Mir ist dabei ganz besonders bewusst geworden wie krass mich Gott bisher schon geführt hat und dass ich mir keinen zu großen Kopf um meine Zukunft machen muss. Grobe Züge sollten mir bewusst sein und ein Ziel zu haben ist nicht schlecht... Man darf sich aber nicht darauf versteifen. Sonst kann es leicht sein, dass man enttäuscht wird. Gottes Wege sind unergründlich. (Jesaja 55; V.9„Denn [so viel] der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“) Er arbeitet an uns. Wir haben keinen 'Instant-Gott', der uns auf Knopfdruck unsere Lebensgeschichte ausspuckt. Sondern Er offenbart uns immer einen Schritt nach dem anderen.
So wie Slaglinen geübt sein muss und man immer mehr Schritte schafft je mehr man trainiert so will auch Leben geübt sein. Ich empfehle euch hin und wieder eure Motive zu prüfen und manchen Zukunftsvorstellungen auf den Grund zu gehen. Vielleicht sind manche Ziele von Selbstsucht geprägt oder man versucht jemandem (sich selber?) nur etwas zu beweisen...
Stellt euch die Frage: Wer sitzt auf dem Thron, wenn es um meine Zukunft geht? Familie, Karriere, Geld, Ruhm, Selbstsucht? Überlasst eure Zukunft ganz Gott! Er hat den besten Plan für dich. Er wird jede deiner Gaben nutzen und du kommst dabei garantiert nicht zu kurz.
Gott ist hier wahrlich präsent. Wir haben eine geniale Klassengemeinschaft, im Unterricht kann ich mich gut konzentrieren und das Essen ist herrlich :D Ich hätte nie gedacht, dass auch vegetarische Gerichte so gut schmecken könnten, dass ich mir sie wieder wünschen würde.
Gott ist großzügiger Geber und Versorger. Nach Erntedank haben wir viele Gaben bekommen. Kürbisse, Gemüse, Kartoffeln, Äpfel und Brote. Ein wirklicher Segen.
Gott ist ein genialer Künstler. In der wundervollen Natur hier in der Umgebung (besonders in dem Naturschutzgebiet direkt unter der Bibelschule) kann man seine Vielfalt und Genialität in jedem Detail bestaunen. Er ist unendlich groß und doch im kleinsten zu entdecken. Vor ein paar Tagen durften wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang bestaunen. Da waren Farbverläufe von Blau über Grün und Gelb zu Pink. Einzelne tiefer hängende Wolken wurden bestrahlt und haben einen rötlichen Schimmer abgegeben. Die Silhouetten der Windräder davor hatten auch etwas schönes, aber dieses Gemälde Gottes ist weder auf Bildern noch in Worten festzuhalten.
Hier ein kläglicher Versuch Gottes Genialität auf ein Foto zu bannen:
Was ich nach wie vor nicht bereue ist die PA (Praktische Arbeit). Ich bekomme immer mehr Spaß daran und darf sogar Verantwortung übernehmen. Ich bin als einziger eingetragen für Schreiner-tätigkeiten. Ich werde aber auch in anderen Bereichen gefordert. So habe ich zum Beispiel ein Fundament aus Steinplatten für unsere Feuertonne gemacht. Zwischendurch hat es angefangen zu regnen, aber das hat meine Arbeit sogar erleichtert, weil die trockene Feste Erde dann leichter auszuheben war. Hat wirklich Spaß gemacht, obwohl ich niemals gedacht hätte, dass ich sowas mal machen würde.
Meine Gebetsanliegen:
- Gottes Größe und Allmacht im Alltag noch viel bewusster gegenwärtig zu haben
- Das Bewusstsein, dass ich nicht auf gute Noten angewiesen bin. Dass ich Gott nichts beweisen muss
- Bewusstes Suchen der Nähe Gottes im Alltag
Wofür ich dankbar bin:
- Die geniale Gemeinschaft
- Für alles, was ich hier schon lernen durfte
- Verantwortung übernehmen zu dürfen
- Dass ich Gottes Nähe und Segen hier so direkt erfahre




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